Verkehrsversuch

Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt: Unfallgefahr senken und mehr Bürgersteig für Fußgänger

Etwa 6 000 Fahrzeuge am Tag sind auf Ludwigstraße und Dudenhöfer Straße unterwegs. Mit Tempo 30 und geordnetem Parken will die Stadt die Situation entspannen, auch hier an der sogenannten Triangel-Kreuzung. 
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Etwa 6 000 Fahrzeuge am Tag sind auf Ludwigstraße und Dudenhöfer Straße unterwegs. Mit Tempo 30 und geordnetem Parken will die Stadt die Situation entspannen, auch hier an der sogenannten Triangel-Kreuzung. 

Die Ortsdurchfahrt Jügesheim soll sicherer werden. Mit einer Kombination aus Tempo 30, Parkmarkierungen auf der Fahrbahn und einem Haltverbot will die Stadt die Situation verbessern – zunächst versuchsweise für ein Jahr. Im Frühjahr geht es los.

Rodgau - Dabei hat die Straßenverkehrsbehörde auch die sogenannte Triangel-Kreuzung im Blick. Der Verkehrsversuch soll die Grundlage dafür liefern, die Verkehrsbeziehungen an diesem Straßenknoten zu hinterfragen.

Bis zum 30. April will die Stadt die Schilder aufstellen und die Parkbuchten markieren, wie der Magistrat in einer Mitteilung an die Stadtverordneten schreibt. Die Eingriffe konzentrieren sich auf drei Abschnitte der Ortsdurchfahrt. Die künftige Tempo-30-Strecke ist etwa 1250 Meter lang.

Dudenhöfer Straße

Den Gehwegparkern sagt die Stadt den Kampf an. Mit gelbem Markierungsband will sie 22 Parkplätze am westlichen Rand der Dudenhöfer Straße einzeichnen. Bisher stehen dort bis zu 33 Autos, die meisten davon mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig. Das ist weder erlaubt noch erwünscht. Manchmal bleibt den Fußgängern so wenig Platz, dass sie auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Die Parkbuchten werden so angeordnet, dass man bei Gegenverkehr (Busse, Lastwagen) ausweichen kann. Tempo 30 soll dort eine umsichtige Fahrweise fördern.

Triangel-Kreuzung

Mit Tempo 30 will die Stadt die Unfallgefahr verringern. Das Problem: Die Zufahrt zum Neubau Ludwigstraße 1 bis 5 mündet direkt auf die unübersichtliche Kreuzung. Die geringere Geschwindigkeit soll es den Bewohnern erleichtern, sich in den fließenden Verkehr einzufädeln.

Gehwegparker lassen Fußgängern nur wenig Raum, wie hier an der Dudenhöfer Straße.

Ludwigstraße

Zwischen Landwehrstraße und Bertolt-Brecht-Straße will die Stadt ebenfalls Tempo 30 anordnen. Sie begründet das damit, dass viele Fußgänger die Straße überqueren. Ein absolutes Haltverbot am Haus Ludwigstraße 20 soll die Fußgänger auf dem äußerst schmalen Gehweg schützen. Besonderen Schutz erforderten die Bücherei und die Seniorenwohnungen in der Ludwigstraße 58 bis 60. Das Tempolimit soll auch die Ein- und Ausfahrt der Privatgrundstücke erleichtern. Die Stadt hofft, dass dann mehr Anwohner im eigenen Hof parken. Das könnte den Parkdruck lindern.

Hoftore werden immer wieder zugeparkt. Vor dem Haus Ludwigstraße 20 gilt künftig ein absolutes Haltverbot.

Der Magistrat stellt den Verkehrsversuch in Jügesheim als eine Art Pilotprojekt dar. Ähnliche Probleme könne es auch auf den Ortsdurchfahrten der anderen Stadtteile geben, heißt es in der Mitteilung ans Stadtparlament. Während der Testphase wolle man die Auswirkungen prüfen und dokumentieren. Dabei würden auch Erfahrungen der Polizei, der Fachbehörden und der Verkehrsbetriebe einbezogen. Die Polizei und der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke hatten dem Verkehrsversuch bereits vorab zugestimmt.

VON EKKEHARD WOLF

Quelle: op-online.de

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