Geschäfte nutzen Internet-Plattformen

Weihnachtsmann geht online

+
Renate Haller setzt im Weihnachtsgeschäft auch auf Onlinewerbung.

Rodgau - Der Countdown läuft. Weihnachten naht. Da wird"s wieder Geschenke regnen. Viele Geschäfte setzen - parallel zum Ladenverkauf - auf den Onlinehandel. Das Fest der Feste findet immer mehr auch virtuell statt. Von Valentin Schwing 

Smartphones bieten zahlreiche Apps, die sich mit Weihnachten befassen. Im weltweiten Netz sind die Waren für einen breiteren Kundenkreis verfügbar. Doch das Netz kann auch zu Werbezwecken genutzt werden, wie Renate Haller, Chefin im Bioladen Haller in Jügesheim, weiß. „Man muss mit der Zeit gehen“, erklärt sie und führt aus, wie sie das Internet für sich nutzt. Vor allem zur Weihnachtszeit ist sie auf ihrer eigenen Seite und auf Facebook aktiv und wirbt für ihre Weihnachtsmenüs, Geschenkkörbe in ihrem Laden und Kosmetikartikel. Besonderes Schmankerl: Sie hat 360 Flaschen ihres selbst gelesenen Weines auf Vorrat - alles Bio natürlich. „Das ist ein tolles Geschenk, weil dieser persönliche Aspekt dabei ist“, erklärt sie.

Im Gegensatz zu den typischen Online-Verkäufen nutzt sie die Plattformen weniger für den Vertrieb ihrer Produkte, als für die individuelle Kundenbindung. „Die Kunden, oder die, die es noch werden, können unsere Beratungskompetenz nutzen“, verweist sie dabei auf die Rezeptideen ihres Teams.

Aber nicht nur Renate Haller kurbelt den Weihnachtsboom im Internet an. Im Zeitalter der e-books und Applikationen, kurz Apps, geht das fast von alleine und jeder Liebhaber der Feiertage kommt ganz sicher auf seine Kosten. So gibt es Internetseiten, die als Verzeichnis für allerhand Informationsportale rund um Weihnachten dienen. Ist man auf der Suche nach einem netten Gedicht - man wird fündig. Benötigt man schnell noch ein Plätzchenrezept für die Weihnachtsfeier - man wird fündig. Passende Spiele, Märchen und sogar Mythen um die gemütlichste Zeit des Jahres hat das Internet ebenso parat wie die vielseitigsten Geschenk- und Bastelideen für Klein und Groß.

Mit der Welle der Smartphones und Applikationen schwappt Weihnachten direkt aufs Mobiltelefon. Als Anwendungssoftware für die Geräte bekommt man mittlerweile zum Nulltarif ein Programm, das für den Nutzer die komplette Weihnachtsgeschenkorganisation übernimmt. Mit dem sogenannten „X-MAS Organizer“ behält man kinderleicht den Überblick über Geschenke, Budgets und Freunde. In Konkurrenz dazu steht die „Christmas Gift List“, zu deutsch: „Weihnachtsgeschenkeliste“, die mit ähnlichen Funktionen und der sogenannten „Check“-Möglichkeit auch abgeschlossene Projekte kennzeichnet. Beide Apps haben mit viereinhalb von fünf Sternen nahezu Top-Bewertungen - da entscheidet der Nutzer wohl selbst über seinen Favoriten.

„Weihnachten uff de Haahäuser Gass“

„Weihnachten uff de Haahäuser Gass“

Ein weiteres Wunder der Technik ist der „Christmas-Countdown“, der auf dem Mobiltelefon in funkelnden Bewegtbildern die Tage, Stunden und Minuten bis Heiligabend runterzählt. Weihnachten pur also. Der Höhepunkt an der ganzen Weihnachten-im-Internet-Geschichte ist, dass man das Heilige Fest mittlerweile sogar in Social-Network-Portalen wie Facebook und Twitter finden kann. Dabei hat das „Weihnachtslicht“ sogar seine eigene Homepage. Da vergisst man fast, dass die sogenannten e-books, die Bücher der Neuzeit, mit ihren Weihnachtsgedichten und -märchen die Welt der App-Stores aufblühen lassen und den ein oder anderen altbackenen Buch-Fan auf den Geschmack der digitalen Medien bringt. So manchem hilft das Internet somit auf seine ganz eigene Weise, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Und vielleicht hilft es sogar den Stress vorm Fest, den alle beklagen und doch so lieben, ein wenig zu reduzieren.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare