Rodgauer Messdiener schlagfertig

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Die Aktivitäten rund um die Messdiener der Jügesheimer St.-Nikolaus-Gemeinde können getrost als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Neben der Disziplin im Gottesdienst, darf es bei Ausflügen auch eine ausgelassene Kissenschlacht sein.

Jügesheim (pul) ‐ Kaum ist für die Rodgauer Messdiener der Weihnachtstrubel vorbei, warten für sie als Sternsinger neue Aufgaben. Mit 74 Teilnehmern ist die Ministrantendichte in der katholischen Gemeinde St. Nikolaus in Jügesheim besonders hoch.

Die Ministranten in Jügesheim sind mit Spaß bei der Sache. Das gilt auch für die vielen anderen jungen Menschen, die sich in den übrigen Stadtteilgemeinden von Rodgau als Messdiener engagieren.

Beim Gottesdienst stehen sie brav links und rechts vom Altar, sammeln die Kollekte ein oder halten bei Taufen die Schale mit dem Taufwasser. Auch in St. Nikolaus steckt hinter der Messdienerausbildung aber deutlich mehr als nur die korrekte Ausführung von Handreichungen während des Gottesdienstes. Mit Bastelstunden, Radausflügen oder Schwimmbadbesuchen treffen die Verantwortlichen bei der Jugend ins Schwarze. Alles was heute nicht schrill oder laut ist, steht bei Kindern und Jugendlichen schnell auf dem Abstellgleis. Mancher Verein kann ein Lied davon singen. St. Nikolaus dagegen freut sich über 74 Schüler und Studenten zwischen neun und 23 Jahren, die aktuell an den Gruppenstunden teilnehmen. Wer von der Arbeit von Susanne Mahr und den zehn Gruppenleitern begeistert ist, wirkt als positiver Multiplikator und bringt Freunde mit in die Gemeinde. „Teilweise ist es sogar Familientradition“, freut sich Küsterin Susanne Mahr.

FAKTEN

‐ Die 335 Pfarreien im Bistum Mainz haben 10 600 Messdiener.

‐ Die Sankt-Nikolaus-Gemeinde liegt 133 Prozent über dem Durchschnitt von 31,6 Messdienern pro Gemeinde.

‐ Mit 164 dienen die meisten in Mainz-Hechtsheim.

‐ Das Bistum erstreckt sich von Alsfeld im Norden bis Lorch im Süden, von Bingen und Alzey, bis Seligenstadt und Bad König im Osten.

Die Gruppenleiter wollen den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen lassen und sorgen für Spiele und Basteleien während der wöchentlichen Treffen. Großes Lob für die ehrenamtlichen Leiter gibt es bezüglich deren Einfallsreichtum nicht nur von Teilnehmerin Kim Anika Hartelt (14): „Die Gruppenleiter machen das richtig gut.“ Ein Zeugnis, das den Verantwortlichen Maike und Annika Hering, Clemens Werne, Christoph Bruder, Angelika Hob, Fabienne Marco, Inga Kern, Annika Skaliks sowie Franziska und Sebastian Mahr wie Öl runtergehen dürfte. Spiel und Spaß stehen auch dann im Vordergrund, wenn alljährlich während der Sommerferien die Bündel für die große sechstägige Fahrt geschnürt werden. Heuer hieß das Ziel die Jugendherberge in Weilburg/Lahn. Schwimmbad, Fantasiespiele und Lagerfeuer begeisterten dort.

Zurzeit redet in St. Nikolaus niemand über Nachwuchsmangel. Am ersten Advent wurden 13 neue Gesichter im Messdienerkreis mit offenen Armen aufgenommen. Die Novizen schreiben durch ihre Teilnahme an der Gruppe die Jügesheimer Erfolgsgeschichte weiter.

Quelle: op-online.de

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