„Rodgauer Sommersonntag“

Viel Leben in der Stadt

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Voller Optimismus: die Tanzgruppe „Step Touch“ des TSV Dudenhofen auf dem Ludwig-Erhard-Platz.

Rodgau - Erst am späten Nachmittag kam die Sonne raus: Der erste „Rodgauer Sommersonntag“ hatte mit durchwachsenem Wetter zu kämpfen. Der größte Teil der Veranstalter ließ sich davon nicht beirren. Der Erfolg: unerwartet viele Besucher - und viel Leben in der Stadt.

„Beim Aufbau haben wir alle gut geduscht“, war an den Fest-Standorten zu hören. Die Helfer nahmen’s mit Humor. Und als zur Mittagszeit ein kräftiger Schauer herniederprasselte, rückten die Gäste unter den schützenden Schirm- und Zeltdächern einfach näher zusammen. Enttäuschte Gesichter gab es nur in Weiskirchen. Dort hatten der Gewerbeverein und die Firma Selgros vor dem Regen kapituliert. Das Tor blieb zu, ein Schild verkündete: „Abgesagt“.

Unaufdringlich präsentierten sich Einzelhändler und Handwerker am „Rodgauer Sommersonntag“, wie hier in Nieder-Roden. Geöffnete Geschäfte luden zum Einkaufsbummel ein.

In den anderen Stadtteilen war der Sommersonntag gut besucht. Sambatänzerinnen und Stimmungsmusik brachten südamerikanische Lebensfreude in die Rodgau-Passage. Beim Pfarrfest am Haus der Begegnung ließen sich die Besucher bei Würstchen und „Giesemer“ Hamburgern von den Trottwa-Küken und der vierköpfigen Band „Swing & Talk“ unterhalten. Etwa 20 gut sortierte Flohmarktstände lockten zum Bummel durch die Gassen. Immer wieder stieß man auf Unerwartetes - etwa Tanzdarbietungen vor der alten Ölmühle oder Enten-Angeln für Kinder. In der Sprachschule „MCC Centre of Languages“ gab es Infotainment für die Altersgruppe „50 plus“.

Bunter Blickfang: Sambatänzerin in der Rodgau-Passage.

Neun Stunden Programm wurde an der katholischen Kirche in Nieder-Roden geboten. Auf der Bühne zeigten etliche Gruppen der Vereine ihr Können, etwa Feuerwehrkapelle, Polyhymnia, die Flamenco-Gruppe, „Habaneros“ der TG, der Square-Dance-Club Witches & Wizards und die Giesemer Trottwa-Lerche. Auch auf dem Ludwig-Erhard-Platz gab es viel zu erleben. Mit vollem Körpereinsatz zeigte „Step Touch“ ihren Deutschland-Tanz. Großes Können erforderten die Einrad-Tricks auf der schmalen Bühne. Acht Kunden des Modegeschäfts am Ludwig-Erhard-Platz präsentierten als Models die neueste Trendmode. Tobias Schott vom „Eventwerk Rodgau“, einem der Organisatoren, zog eine zufriedene Bilanz: „Die Veranstaltung hat auf jeden Fall Potenzial. Die Vorbereitung ist aber sehr zeitaufwändig. Wenn man schon im Herbst drangeht, wird es im nächsten Jahr ein Riesenerfolg.“ Schotts Wünsche für die Zukunft: „Es muss einen geben, der das Ganze koordiniert, damit nicht Arbeit doppelt gemacht wird.“ Außerdem sollten einheitliche Regeln für alle Stadtteile gelten.

eh

Quelle: op-online.de

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