Spendenaktion für MS-Kranke

Team „Besi & Friends“ bei härtestem Radrennen in Amerika

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Drei Wochen nach seinem schweren Unfall kann Andreas Beseler (Mitte) schon wieder kurze Strecken an Krücken gehen. Seine Freunde und Sportkameraden von „Besi & Friends“ stehen auch bei der nächsten Benefiz-Aktion hinter ihm.

Jügesheim -  Noch ein Monat bis zum Radrennen „Race across America“: Am Samstag, 16. Juni, startet ein Rodgauer Team von „Besi & Friends“ zu einem der härtesten Fahrradrennen der Welt. Gleichzeitig fällt der Startschuss für eine weitere Spendenaktion zugunsten von Multiple-Sklerose-Kranken in Not. Von Ekkehard Wolf 

„Biken, spenden, helfen“ heißt die Spendenaktion des Pharmaherstellers Mylan. Sie wurde am Rand der Radtourenfahrt der Sportfreunde Rodgau vorgestellt. Drei Wochen nach seinem schweren Unfall zeigte sich auch Andreas „Besi“ Beseler wieder in der Öffentlichkeit. Nach mehreren Operationen (Halswirbelsäule, Knie, Zeigefinger) ist er zurzeit noch auf den Rollstuhl angewiesen, aber kurze Strecken kann er bereits an Krücken gehen.

„Ich hoffe, dass ich bald wieder sagen kann: Rad statt Rollstuhl“, sagte der MS-kranke Sportler, der auch nach dem unverschuldeten Unfall viel Tatkraft, Energie und Zuversicht ausstrahlt. Auf einem Radweg bei Schaafheim war er am 21. April von einer Autofahrerin geschnitten worden. Ohne zu blinken, war sie in hohem Tempo von der Straße in einen Waldweg abgebogen. Der Fahrradfahrer hatte keine Chance, zu bremsen.

Dass er keine Querschnittslähmung davontrug, grenzt für Andreas Beseler an ein Wunder: „Ich bin sehr dankbar, dass es so ausgegangen ist.“ Eine Lähmung vom Hals abwärts sei den Ärzten zunächst unausweichlich erschienen. Voller Dankbarkeit spricht er von den Neurochirurgen und dem Pflegepersonal der Klinik in Darmstadt.

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Beim „Race across America“ kann „Besi“ nicht mitfahren. Seinen Platz im Rennteam nimmt Stefan Fäth ein, der wegen seiner bevorzugten Fußbekleidung „Sandale“ genannt wird. Die anderen drei Fahrer sind Thorsten Ostrowski, Derk Schneider und Christian Thometzek. Vor dem Flug nach Los Angeles treffen sich die Rodgauer am Mittwoch, 13. Juni, an der Radsporthalle. Die Freunde daheim können während des Rennens per Internet auf dem Laufenden bleiben. Andreas Beseler: „Wir versuchen alle zwölf Stunden einen Kurzbericht zu schreiben, damit ihr jederzeit informiert seid.“

Gleichzeitig mit dem Rennen startet die Spendenaktion „Biken, spenden, helfen“ . Ein virtuelles Fahrrad fährt auf einer Facebook-Fanseite um die Welt. Für jeden geteilten Inhalt oder Like sowie für jeden Kilometer einer realen Radtour, die mit Fitness-Tracker aufgezeichnet und dort veröffentlicht werden, spendet Mylan vier Cent an „Besi & Friends“ und die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung. Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise 20 000 Euro zusammen. J  eh

Quelle: op-online.de

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