Weinwoche auf dem Puiseauxplatz hat begonnen

Nicht nur ein Treff für Weintrinker

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Am Weinfest trifft man „Gott und die Welt“.

Nieder-Roden - „Es ist ja schließlich nur einmal im Jahr Weinfest“, sagt eine Dame. Bei sommerlichem Wetter und einem breiten Angebot an Köstlichkeiten und Geselligkeit zog der Auftakt der 17. Rodgauer Weinwoche am Wochenende wieder unzählige Gäste auf den großen Platz rund um den Brunnen. 

Das Fest hat sich zu einem festen Treffpunkt aller Generationen gemausert. Ob Jung oder Alt, Rodgauer oder Gäste von außerhalb, Jungs und Mädels, selbst Weinliebhaber und solche, die es vielleicht niemals werden - alle feiern zusammen und genießen die Angebote fürs leibliche Wohl. „Das ist wirklich toll hier“, freut sich auch SPD-Landtagskandidat Ralf Kunert über die Gelegenheit, den Tag in der angenehmen Abendsonne gemütlich ausklingen zu lassen. Sogar den einen oder anderen Termin hat er abends hierher ins Freie verlegt.

Neben Wein locken Crêpes, Fischbrötchen, Gegrilltes und täglich wechselnde Livemusik. So fühlt sich die ganze Familie wohl. Während die Erwachsenen flott das Tanzbein schwingen, rennen Kinder laut lachend umher, am Brunnen hat sich eine Gruppe Jugendlicher niedergelassen. An den Stehtischen und Sitzgarnituren rückt man gerne noch etwas zusammen und lernt im Handumdrehen neue nette Leute kennen. Auf dem Weg durch das Getümmel trifft man zwischen Wein- und Grillstand alte Bekannte wieder, die man lange nicht mehr gesehen hat. Am Cocktailstand tauscht man sich rege über die verschiedenen Sorten Bowle aus.

„Es gibt hier überhaupt keine Probleme“, lobt Gerhard Weitz vom städtischen Fachbereich öffentliche Sicherheit und Ordnung, der am Wochenende privat auf dem Fest unterwegs war. „Hier kann man herkommen und muss keine Angst vor Ärger haben, ganz im Gegenteil, hier sind alle ganz nett und höflich“, fährt er fort.

Schub durch S-Bahn-Anbindung

„Es ist schön hier und schön voll“, nimmt ein Besucher die Wartezeit an einem Weinwagen gelassen. Wie viele andere auch ist er mit dem Rad gekommen. Auch wenn man nach einigen Gläschen Wein zwar kein Auto, aber möglicherweise noch Fahrrad fahren darf, siegt bei vielen Radlern die Einsicht. Entweder man schiebt oder man nimmt gleich die S-Bahn. „Das ist wirklich klasse, dass man dann direkt mit der Bahn wieder heimfahren und das Fahrrad mitnehmen kann“, so eine Gruppe Radfahrer, die regelmäßig Ausflüge zu den verschiedenen Weinfesten in der Region machen und abends dann die S-Bahn nutzen.

„Die S-Bahn-Anbindung hat uns hier in Rodgau noch einmal einen richtigen Schub gegeben“, bestätigt Organisatorin Gabi Staak. Dadurch habe sich auch das Einzugsgebiet deutlich erweitert. Als die Weinwoche vor 17 Jahren das erste Mal auf Initiative des Partnerschaftsvereins Nieder-Roden-Puiseaux veranstaltet wurde, konnte noch keiner wissen, dass sich dieses Fest zu einem derart angesagten Treffpunkt entwickeln würde.

Gabi Staak hat die Organisation von ihrem verstorbenen Mann übernommen. Am ihrem Weinstand schenkt sie „Hex vom Dasenstein“ aus. Nicht nur sie ist seit Anfang an dabei, sondern auch eine Hand voll weiterer Anbieter. Darunter auch Winzer Bäder Römmelt mit seinem Stand „Frankenwein“ Er repräsentiert gemeinsam mit seinem Bruder eine kleine Winzergenossenschaft mit rund 25 Hektar Land. „Man muss den Wein heute zu den Kunden bringen“, erklärt Römmelt, warum die Teilnahme an solchen Weinfesten für ihn ein fester Bestandteil des Jahresplanes ist.

Geöffnet hat das Nieder-Röder Weindorf täglich ab 17 Uhr bis 23 Uhr, am Freitag und Samstag sogar noch eine Stunde länger. 

Weil es viele gibt, die eine große Strecke scheuen, nur um einen neuen Wein zu probieren oder einzukaufen, bietet das Weinfest immer eine Gelegenheit für ihn und für die Kunden. Wer etwas aus seinem Sortiment probiert und Gefallen daran findet, dem bringt er in den nächsten Tagen gern einige Flaschen mit, wenn er wieder neben dem Stand mit den Fischbrötchen aufbaut.

„Viermal die neun und einmal die 14 im Glas“, so laufen die Bestellungen meistens ab. Die Sorten und Jahrgänge sind auf der Preisliste gleich nummeriert, das schafft auch bei lauten Umgebungsgeräuschen Klarheit. Von „Müller-Thurgau trocken“ und „Silvaner trocken“ über „Lump Riesling Spätlese“ und „Sommertraum“ reicht das Angebot.

(pep)

Quelle: op-online.de

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