Rostige Rohre am FKK-Strand

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Badesee-Besucher ärgern sich über die rostzerfressenen Rohre, die vor dem Abwracken am FKK-Strand zwischengelagert werden. Der unschöne Anblick gehört bald der Vergangenheit an: Voraussichtlich heute oder morgen will der städtische Bauhof den alten Schwimmkörper des Bootsstegs abtransportieren.

Nieder-Roden - (eh) Badegäste am FKK-Strand des Rodgau-Sees ärgern sich seit vier Wochen über ein rostiges Ungetüm. „Man kommt sich vor als würde man in der Normandie Urlaub machen, wo die Überreste des Krieges am Strand liegen“, sagt Claudia Schütze aus Nieder-Roden. Die Rohre mit scharfkantigen Metallteilen, mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, stellten eine Gefahr für spielende Kinder dar.

Erst Ende letzter Woche habe Bürgermeister Schwab versprochen: „Am Montag ist es weg.“ Rund 3 000 Badegäste konnten sich am Montag vom Gegenteil überzeugen. Auch gestern lag das stählerne Trumm noch im Sand.

Die neun Meter langen Rohre trugen seit 30 Jahren den Bootssteg fürs Rettungsboot. Vor Saisonbeginn war der Schwimmer an Land gezogen worden, um die Holzplanken zu erneuern: „Die Monteure können das ja nicht auf dem Wasser machen“, erklärt Schwimmmeister Peter Ruckelshausen. Dabei zeigte sich, dass die Rohre durchgerostet waren. Aus zwei neuen Rohren, vom Kieswerk gespendet, hat der Bauhof nun einen neuen Bootssteg zusammengeschweißt. Er soll heute oder morgen eingesetzt werden. Dann werde auch der alte Schwimmer entsorgt, so Ruckelshausen.

Der Austausch wird eine große Aktion: Um den Strand nicht mit schweren Fahrzeugen zu ruinieren, wird der neue Bootssteg am Kieswerk in den See eingesetzt und dann per Boot zum Strandbad geschleppt. Auf dem Rückweg nimmt das Boot das alte Schwimmergestell mit.

Quelle: op-online.de

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