Ausgezeichneter Rückerhof

Ein Herz für Schwalben

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Auf dem Rückerhof im Hainhäuser Feld sind Schwalben willkommen. Die Nabu-Vorsitzenden Josef Lach (links) und Gerlinde Rapp (rechts) freuen sich über das Engagement von Mareike Hoffmann (Zweite von links) und Monika Rücker-Hoffmann (rechts daneben). Lach brachte am Reiterhof die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ an.

Hainhausen - „Wir haben gar nichts gemacht und sie nur machen lassen.“ Das ist die entwaffnend einfache Erklärung der Familie Rücker dafür, weshalb so viele Schwalben auf ihrem Pferdehof leben.

Der Naturschutzbund Nabu würdigt dieses Engagement jetzt mit einer Urkunde und der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus.“ Auf dem Pferdehof Rücker im Hainhäuser Feld sausen Besuchern die pfeilschnellen Rauch- und Mehlschwalben nur so um die Ohren. 15 Nester kleben in den Ställen und in einer Scheune. Gebrütet wird sogar auf der Beleuchtung aus Neonröhren. Schon die zweite Brut ist unterwegs. Überall zirpt und piepst es. Leben pur! So stellen sich die zwei Nabu-Vorsitzenden Josef Lach und Gerlinde Rapp ein Schwalbenparadies vor. Unbehelligt von den Menschen, können die Vögel auf dem Rückerhof gedeihen. So sieht Natur- und Artenschutz aus.

Mareike Hoffmann und Monika Rücker-Hoffmann lassen Türen und Fenster der Gebäude offen stehen. Sogar nachts. Auf dem Hof halten sie überdies eine große Pfütze immer feucht. Dort holen sich die Schwalben Matsch zum Nestbau. Und die beiden Frauen nehmen den vielen Vogelkot gern in Kauf. „Im Herbst machen wir halt eine große Putz-Aktion“, sagen die beiden entspannt.

Diese beispielhafte Grundhaltung würdigten Josef Lach und Gerlinde Rapp jetzt namens des Nabu. Sie überreichten eine Urkunde und brachten am Reiterhof die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ an. Schwalben gibt es auf dem Hof schon solange, wie dieser besteht: seit 1963. Oma Maria Rückers Motto war: „Sobald ein Schwalbennest im Stall ist, zieht das Glück ein.“ Diese Lebensweisheit beherzigen ihre Nachkommen bis heute – und zeigen ein Herz für Schwalben. (bp)

Quelle: op-online.de

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