Zweiter Störfall

Rußfabrik beschäftigt Behörden

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Hier wird Ruß gemacht. Anwohner aller Himmelsrichtungen klagen über sporadischen Gestank.

Hainhausen - Nach dem Brand vom November hat sich in der Rußfabrik Hainhausen ein zweiter Störfall ereignet. Erneut musste die Feuerwehr einschreiten. Die Stadt fordert, die Ursachen aufzuklären.

„So kann’s nicht bleiben“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann gestern vor der Presse: „Wir werden in Kürze ein Gespräch mit der Unternehmensführung und dem Regierungspräsidium haben.“ Als Genehmigungsbehörde hat das Regierungspräsidium Darmstadt den Betrieb jährlich zu überprüfen.

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Der Vorfall vom vergangenen Mittwoch ähnelte dem Brand vom 2. November. Auch diesmal brannte die Filteranlage und schwarze Rußwolken traten aus. Diesmal jedoch verließen sich die beiden Arbeiter nicht allein auf eigene Löschversuche, sondern riefen die Feuerwehr: „Sie haben daraus gelernt“, vermutet der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Gröschl.

Mit einem Schaumrohr war das Feuer innerhalb von rund 20 Minuten gelöscht. Vorsichtshalber hatte die Leitstelle auch Sonderlöschmittel und Personal von weiteren Feuerwehren der Region angefordert. Vor Ort waren Einsatzkräfte aus Rodgau, Rödermark, Obertshausen, Neu-Isenburg und Hanau. Der Messzug von Stadt und Kreis Offenbach untersuchte die Luft, stellte jedoch keine Schadstoffe fest.

Die Brockhues GmbH & Co. KG (Walluf) hat die Feuerwehr zu einer Besichtigung der Rußfabrik eingeladen. Führungskräfte der Feuerwehr wollen im März die Gelegenheit nutzen, den Produktionsablauf kennen zu lernen. Vor gut einem Jahrzehnt hatten sich die Einsatzkräfte in einer Übung mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut gemacht. Durch die Verbrennung von Steinkohleteeröl-Destillat erzeugt die Fabrik Flammruß, der unter anderem als Farbstoff verwendet wird.

eh

Quelle: op-online.de

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