Vom Apfelbaum bis ins Saftglas

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Der erste Schritt auf dem Weg zum Apfelmost: Die Früchte werden zu Brei gemahlen.

Dudenhofen - Süßer aus Durrehowe, Ebbelwoi, Durrehäijer Roter und jede Menge Weißkraut zum Einmachen - das alles gab es beim sechsten Sauerkraut- und Ebbelwoi-Fest des Gewerbevereins Dudenhofen an der Resch-Scheune am Ludwig-Erhard-Platz.

Mitglieder und Besucher verarbeiteten mit fleißigen Händen zwölf Zentner Weißkohl. Beim Einmachen hat sich seit Großmutters Zeiten nichts verändert: Der Kohlkopf wird geteilt und fein geschnitten. Zusammen mit Lorbeeren, Wacholder und Salz kommt das Kraut in ein Glas. Dort wird es so lange eingedrückt, bis die Flüssigkeit bis zum Rand des Gefäßes steht. Das mit einem Einmachgummi verschlossene Glas sollte sechs bis acht Wochen bei Zimmertemperatur stehen. Dabei entsteht Milchsäure, die als natürlicher Konservierungsstoff wirkt.

Den sauren Geschmack bekomme das Kraut erst durch das Einmachen, erklärte Gewerbevereinsvorsitzender Berthold Schüßler, der am Nachmittag auch einer Schulklasse den Weg vom Feld bis ins Glas erklärte. Früher wurden Speisen haltbar gemacht, um so über den Winter zu kommen. Sauerkraut enthält auch viel Vitamin C. Ein Klassiker in der Region ist Sauerkraut mit Rippchen.

Selbst ausgepresst wurden die Äpfel aus der letzten Ernte des zukünftigen Gewerbegebiets. „Ohne Zusatzstoffe, ohne Geschmacksverstärker, Natur pur“, erklärte Kurt Klein, während er die kleinen Stückchen einem ordentlichen Druck aussetzte.

Zum zweiten Mal schloss sich dem Fest rund um Sauerkraut und Äpfel auch eine kleine Gewerbeschau an. Ein Anbieter von Motorgeräten, eine Baumschule, der Hofladen Keller, eine Kfz-Meisterwerkstatt und Fahrzeuge örtlicher Autohäuser zogen beim Spaziergang die Blicke auf sich. Kostenlose Postkarten von einer Rodgauer Streuobstwiese und weitere Dudenhöfer Motive gab es am Stand von Jörg Meiß.

Hüpfburg und Kinderschminken rundeten das Programm auch für die kleinen Besucher ab. Als Besonderheit gab es auch konservierten Apfelsaft zu kaufen: Der Gewerbeverein hatte ihn eigens für diesen Tag herstellen lassen.

(pep)

Quelle: op-online.de

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