S-Bahn- und Stadtbuslinien feiern

Kleine Geschenke an die Fahrgäste

+
Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer, Cornelia Kern, Silke Sach, Kerstin Dacken und Anja Eyssen (von links) verteilten am Nikolaustag kleine Aufmerksamkeiten an Fahrgäste der Rodgau-S-Bahn.

Rodgau - Zehn Jahre S-Bahn: Genau eine Woche vor dem Geburtstag spielten Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke gestern Nikolaus im Zug. Sie überreichten Schokofiguren, Kugelschreiber und Brotdosen an die Fahrgäste.

Für die Stadt Rodgau gibt es einen doppelten Grund zum Feiern: Auch die Stadtbuslinien werden am 13. Dezember zehn Jahre alt. „Jetzt fahre ich zum ersten Mal S-Bahn und bekomme schon etwas geschenkt“, freute sich ein älterer Herr, als er gestern von einer Mitarbeiterin der Stadtwerke angesprochen wurde. Die meisten anderen Fahrgäste berichteten, dass sie die S-Bahn regelmäßig nutzen. Eine Frau erzählte, die Fahrt sei so angenehm wie mit einem eigenen Chauffeur.

Wir sammeln zum Jubiläum die schönsten Fotos von Schulklassen aus der Region zum Thema Mobilität - die Gewinner erwarten attraktive Preise.

Rodgau als Wohnort profitiert vom modernen Nahverkehr. Mehrere Mitfahrer berichteten, sie seien wegen der S-Bahn nach Rodgau gezogen. „Ohne S-Bahn wäre Hainhausen für mich nie in Frage gekommen“, erzählte eine junge Frau, die seit Mai in diesem Stadtteil wohnt. Ein Mann in reiferem Alter zog nach Rollwald um, „weil es in Offenbach nicht mehr so schön ist“. Jetzt lebt er im Grünen und ist doch rasch in der Stadt. Zehn Jahre S-Bahn bedeuten auch zehn Jahre Stadtbus in Rodgau. Das Kombi-Angebot von Bus und Bahn sorgt für gute Verbindungen zwischen den Stadtteilen und in die umliegenden Städte. Die Stadtbusse sind als Zubringer zur S-Bahn konzipiert. Sie fahren im Halbstundentakt. Ihre Zeiten sind auf den Fahrplan der S-Bahn abgestimmt.

Vor allem in Weiskirchen wird der Stadtbus als Zubringer zur S-Bahn gern genutzt, da die S-Bahn-Station außerhalb des Orts liegt. In den anderen Stadtteilen ist diese Zubringerfunktion weniger gefragt. Die Linienführung ist so konzipiert, dass kein Einwohner Rodgaus mehr als 300 Meter zur nächsten Haltestelle gehen muss. Die jüngste Fahrgastzählung im November hat ergeben, dass die Anzahl der Fahrgäste an einem Werktag seit Frühjahr 2004 um 764 auf 2014 Passagiere gestiegen ist. Das ist ein Plus von rund 60 Prozent. Seit einigen Jahren fahren so genannte Midi-Buss, die mehr Komfort bieten.

Die Anzahl der Schüler in den Bussen der „Schülerlinie“ OF-40 ist in den vergangenen neun Jahren von 873 auf 767 zurückgegangen. Die Stadtwerke führen das darauf zurück, dass weniger Schülerjahreskarten ausgegeben werden. Die Nieder-Roden-Linie OF-41 hat sich von 157 auf 372 Fahrgäste pro Tag gesteigert, die Nordlinie OF-42 sogar von 220 auf 875. 

(eh)

Quelle: op-online.de

Kommentare