Salzvorrat schmilzt dahin

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Seit gestern sind die Bushaltestellen wieder frei geräumt. Mitarbeiter der Stadtwerke rückten mit schwerem gerät an, um die Schneemassen auf zu laden und fort zu schaffen.

Rodgau  ‐ Der Schnee taut nur unmerklich. Dafür schmelzen die Salzvorräte der Stadt Rodgau umso schneller dahin. Die Silos waren zu Beginn des Winters mit 100 Tonnen gut gefüllt - und alle glaubten sich für die Kälte besser gerüstet als im vergangenen Winter. Von Bernhard Pelka

Das war ein Trugschluss. Denn von den 100 Tonnen ist nur noch eine Notreserve von zehn Tonnen für Blitzeis sowie vereiste Brücken und Unterführungen übrig geblieben. Nachschub ist kurzfristig nicht in Sicht. Erst Ende Februar, Anfang März, wird eine neue Lieferung erwartet. Als Streumaterial steht derzeit nur Splitt zur Verfügung, um die Gehwege abzustumpfen. Das teilte die städtische Pressestelle auf Anfrage mit.

Gestern haben die Stadtwerke damit begonnen, mit schwerem Gerät die Bushaltestellen frei zu räumen. Tonnenweise transportierten die Männer den Schnee ab. Er wurde auf dem Stadtwerkebetriebshof, am Badesee Nieder-Roden und an der Turnhalle in Jügesheim abgeladen. Die Stadt hat inzwischen auch auf die Kritik am Winterdienst reagiert. Anwohner hatten sich über unzureichende Räumung beschwert.

Auf Unverständnis war gestoßen, dass Räumfahrzeuge den Schnee von der Straße immer wieder auf den Bürgersteig schieben (zum Beispiel an der Rodgau-Passage). Kopfschütteln gab es darüber, dass viele Straße nicht geräumt wurden, der Feldweg östlich der B 45 zwischen Jügesheim und Weiskirchen aber sehr wohl.

Das Problem an der Rodgau-Passage sei bekannt

Am vergangenen Samstag sei der Bauhof bereits ab 4 Uhr mit rund 25 Mitarbeitern im Dauereinsatz gewesen, erwidert die städtische Pressestelle. „Es wurde im Rahmen der gesamten Streustufe 1 geräumt und gestreut. Am Sonntag waren alle Streufahrzeuge und zwei Fußtruppen im Einsatz (zwölf Mitarbeiter).“

Das Problem an der Rodgau-Passage sei bekannt. „Leider passiert das, wenn der Schnee immer wieder auf die Straße geworfen wird“ und Fahrzeuge Schnee oder Schneematsch hoch schleudern, antwortet die Stadt. „Die Räumfahrzeuge fahren in diesen Bereichen schon sehr langsam. Wer Schnee auf die Straße wirft, muss damit rechnen, dass er wieder auf den Bürgersteig zurückgeworfen wird. Dies wird bei den engen Straßen beziehungsweise schmalen Bürgersteigen in einigen Straßenzügen immer ein Problem bleiben“, heißt es weiter.

Die Mollischgrabenbrücke und der Weg zur Daimlerstraße seien „im Streuplan enthalten, da es sich hier um einen Schulweg handelt“. Die Mitarbeiter die dort räumen und streuen, hätten den Weg durch das Feld „aus Bürgerfreundlichkeit leicht mit geräumt, da viele berufstätige Radfahrer diesen Weg nutzen“.

Quelle: op-online.de

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