Viel mehr als nur Steuerfragen

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Die drei Partner Gernot Sattler, Armin Girz und Christoph Sattler mit einem Teil der Mitarbeiter. Manche Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt des Fotos im wohlverdienten Urlaub.

Jügesheim - Die meisten kennen die Additionsmaschine wohl nur noch aus alten Filmen: Ein ratterndes Gerät, vor dem Buchhalter mit ernstem Gesicht und weißen Armschonern saßen und endlose Papierstreifen voller Zahlen produzierten. Von Peter Petrat

Mit so einem damals unverzichtbaren Gerät und einer Schreibmaschine hatte auch Gernot Sattler vor 40 Jahren angefangen. Inzwischen surren die modernen Computer im eigenen Serverraum der Jügesheimer Steuerberatersozietät „Sattler & Girz“. Außer der Geräuschkulisse hat sich im Berufsbild des Steuerberaters auch vieles andere im Laufe der Jahrzehnte verändert. „Nach der Schreibmaschine kamen die Kassetten“, erinnert sich Gernot Sattler, der Gründer der Kanzlei und einer der drei Partner, die heute die Geschicke aus der Kasseler Straße heraus lenken. „Inzwischen sind wir beim papierlosen Büro.“

Früher musste fast alles noch mit der Hand ausgefüllt werden. So wurden aus den Jahresabschlüssen echte Unikate. Das alles heute noch mit der Hand auszufüllen wäre fast unmöglich. Viel zu umfangreich und komplex sind die Arbeiten und Zahlenwerke geworden. Bis ins letzte Detail müssen Aufstellungen auseinanderdividiert und passend verrechnet werden. Selbst bei derzeit 24 Mitarbeitern, darunter fünf Steuerberater, fünf Steuerfachwirte, zwölf Steuerfachangestellte und zwei Sekretärinnen würde man kaum hinterher kommen.

Und auch inhaltlich ist die Arbeit komplizierter und anspruchsvoller geworden, berichten Gernot Sattler und seine beiden Partner, Armin Girz und Christoph Sattler, übereinstimmend. Grund hierfür seien zum einen die gesetzlichen Bestimmungen, zum anderen aber auch die Erwartungen der Mandanten. Dadurch, dass die fachlichen Anforderungen insgesamt gestiegen sind, können auch immer weniger Arbeiten als einfache Hilfstätigkeiten erledigt werden. Dies hat auch die Steuerberatersozietät, die im Juli ihr 40-jähriges Jubiläum feierte, bereits früh erkannt und setzt auf qualifiziertes Personal. „Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital“, lautet das vorbildlich gelebte Motto.

Stete Fortbildungsmaßnahmen sind selbstverständlich. Auch bei beruflichen Weiterbildungen bekommen die Mitarbeiter die notwendige Unterstützung. Rund 20 junge Männer und Frauen wurden bereits zum Beruf des Steuerfachangestellten ausgebildet und teils bis zum Steuerfachwirt oder Steuerberater begleitet und in die Kanzlei integriert.

Die Kanzlei besteht heute aus dem Steuerberater, vereidigten Buchprüfer und zertifizierten Testamentsvollstrecker Gernot Sattler, dem Diplom-Kaufmann, Steuerberater und Fachberater für Unternehmensnachfolge Armin Girz und Diplom-Kaufmann und Steuerberater Christoph Sattler. Als „Kanzlei der drei Generationen“ bringt der Altersunterschied der drei Partner nicht nur eine gesunde Mischung aus Erfahrung und Veränderung mit sich, sondern ist vor allem auch bei den Mandanten beliebt. „Die persönliche Betreuung und der direkte Kontakt hat deutlich an Bedeutung gewonnen“, erklärt Armin Girz, der seit 23 Jahren als Partner mit an Bord ist. Da es inzwischen um deutlich mehr gehe als nur die jährliche Steuererklärung, bevorzugten viele nicht nur einen festen Ansprechpartner, sondern oftmals auch einen in ihrem Alter.

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Die klassische Steuerberatung, mit der auch Gernot Sattler im Dachgeschoss in der Maistraße begonnen hat, ist heute der kompletten und vollumfänglichen Beratung in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen gewichen mit dem Ziel, stets die privaten oder unternehmerischen Interessen bestmöglich zu vertreten und den wirtschaftlichen Erfolg zu fördern. „Uns rufen Mandanten an und fragen vor bestimmten Anschaffungen oder Investitionen, inwieweit das steuerlich und wirtschaftlich sinnvoll ist“, berichtet Christoph Sattler, der seit 2005 Partner ist, von den gestiegenen Anforderungen der Mandantschaft. „Das ist gut so, denn wir wollen auch Ansprechpartner sein“, ergänzen seine Kollegen.

Die Ausdehnung des Schwerpunktes auf betriebswirtschaftliche Aspekte war daher eine notwendige Veränderung, um immer aktuell zu bleiben. Sowohl Armin Girz als auch Christoph Sattler haben zusätzlich zu ihrer Ausbildung als Steuerberater Betriebswirtschaftslehre studiert. Ebenfalls mit abgedeckt wird Erbrecht und die immer wichtiger werdende Nachfolgeberatung in Unternehmen. Auch Buchprüfungen und Unternehmensbewertungen umfasst die Angebotspallette der Kanzlei. Es sei wichtig, die immer stärker ineinander greifenden Themenkomplexe noch bewältigen zu können, erklärt Gernot Sattler. „Aber man muss auch seine Grenzen kennen“, mahnt er und verweist dabei auf ein enges Netzwerk an kompetenten Kollegen, die bei fachspezifischen Fragen ebenfalls hinzugezogen werden, um für den Mandanten stets das Beste aus wirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Sicht herauszuholen. „Denn genau das ist unser Anspruch“, erklären die drei Partner abschließend voller Überzeugung.

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Quelle: op-online.de

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