Umstürzender Baum verfehlt Bahn nur knapp

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Riesenglück hatten die Fahrgäste der Museums-Eisenbahn: Nur knapp eine Minute, nachdem die Dampflok gestern den Bahnhof Dudenhofen passiert hatte, wehte Sturmtief „Xynthia“ eine Fichte auf die Oberleitung der S 1.

Dudenhofen - Sturmauch auch in Dudenhofen: Riesenglück hatten die Fahrgäste der Museums-Eisenbahn: Nur knapp eine Minute, nachdem die Dampflok gestern den Bahnhof Dudenhofen passiert hatte, wehte Sturmtief „Xynthia“ eine Fichte auf die Oberleitung der S1. Von Michael Löw

Der Baum blockierte ab 16 Uhr den Verkehr in beide Richtungen. Polizei und Dudenhöfer Feuerwehr sperrten den Bereich vom Bahnhof bis zur Kreisquerverbindung ab. Da 15.000 Volt auf den Leitungen liegen, mussten die Einsatzkräfte zunächst einen Notfallmanager der Bahn anfordern, bevor sie den Baum zersägen konnten, auf der S-Bahn-Linie ging erst einmal gar nichts mehr.

Die Rodgauer Wehren meldeten mehrere Dutzend Einsätze und waren - wie ihre Kollegen in Rödermark - mit allen verfügbaren Kräften ausgerückt. „Xynthia“ wirbelte Rodgau buchstäblich durcheinander. Um 13.58 Uhr ging beispielsweise in Jügesheim der erste Alarm ein, und danach reihte sich ein Einsatz an den anderen. Stephan Sattler berichtete von einem aufgerissenen Dach im Industriegebiet, einem schwer beschädigten Wintergarten in der Landwehrstraße und jeder Menge umgeknickter Bäume. Besonders betroffen war der bei Spaziergängern beliebte Weg am Schützenhaus.

In Dudenhofen musste die Feuerwehr nicht nur an der Bahn, sondern auch am Friedhof und in Gärten Bäume beseitigen.

In Dudenhofen musste die Feuerwehr nicht nur an der Bahn, sondern auch am Friedhof und in Gärten Bäume beseitigen. Der stellvertretende Wehrführer Gerhard Weitz zählte in einer vorläufigen Bilanz 16 Einsätze. Auf elf Einsätze kamen Rodgaus stellvertretender Stadtbrandinspektor Michael Gröschl und seine Weiskircher Kollegen zwischen 14 und 17.30 Uhr: Bäume, Satellitenschüsseln, Werbebanner... „Aber zum Glück haben wir nirgendwo Verletzte zu beklagen. Und das ist das Wichtigste“, war Gröschl froh, dass Rodgau mit einem blauen Auge davon kam.

Quelle: op-online.de

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