Jügesheim

Scharfe Kritik am Amtsinhaber

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Annette Schweikart-Paul übte scharfe Kritik

Mit scharfer Kritik an Amtsinhaber Alois Schwab stieg CDU-Kandidatin Anette Schweikart-Paul in den Bürgermeister-Wahlkampf ein. „Rodgaus Problem hat einen Namen“, sagte sie vor mehr als 200 Zuhörern in der Radsporthalle, ohne aber diesen Namen auch nur ein einziges Mal zu nennen.

Jügesheim (lö) - Anette Schweikart-Paulwarf ihrem früheren Parteifreund Versagen in der Wirtschaftsförderung („Bei diesem Thema könnte ich schlicht aus der Haut fahren!“), mangelnde Kommunikationsfähigkeit („Die Bürger fühlen sich schlecht informiert.“), fehlende Führungskraft („Nur mit einem guten Betriebsklima kann die Verwaltung ein modernes Dienstleistungszentrum werden.“) und verschleppte Entscheidungen („Beim medizinischen Kompetenzzentrum sind wir so weit wie vor eineinhalb Jahren!“) vor.

Und was dürfen die Rodgauer erwarten, wenn sie Rodgaus erste Bürgerin am 27. September zu Rodgaus erster Bürgermeisterin wählen? Anette Schweikart-Paul betonte gestern, dass sie sich als „ehrbare Kauffrau“ verstehe, die den Leuten nicht das Blaue vom Himmel versprechen werde. An erster Stelle nannte sie eine neue Offenheit in Politik und Verwaltung, an zweiter Stelle die seit Jahren anstehende Strukturreform im Rathaus.

Den Schwerpunkt ihrer Rede bildeten jedoch Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Ein positives Rodgau-Image ist für Firmen von ähnlicher Bedeutung wie ein akzeptabler Gewerbesteuer-Hebesatz, ausreichend Industriegelände und kompetente Ansprechpartner in der Verwaltung. Besonderen Wert legt die 55-jährige Weiskircherin auf die „weichen“ Standortfaktoren wie Kindergartenplätze, Schulen und Freizeitangebote.

Mit dem Frauenbonus werde sie auf keinen Fall kokettieren, versprach Anette Schweikart-Paul während einer Talkrunde mit JU-Bundesvize Jörg Rotter. Ein bisschen tat sie‘s am Ende aber doch: „Helfen Sie alle mit, dass am 27. September nicht nur eine Bundeskanzlerin, sondern auch eine Bürgermeisterin gewählt wird.“

Quelle: op-online.de

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