Scharfe Kritik am Wahlkampfstil

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Winno Sahm vom Bündnis 90/Die Grünen kritisiert Bürgermeister Alois Schwab scharf.

Rodgau - Der Wahlkampfstil von Bürgermeister Alois Schwab wurde am Dienstag für kurze Zeit zum Thema im Stadtparlament. Winno Sahm (Bündnis 90/Grüne) verwahrte sich gegen die Herabwürdigung örtlicher Politiker durch Schwab und dessen Wählerverein. Von Ekkehard Wolf

Sahms Rede wurde mit ausdauerndem Beifallklopfen fast aller Stadtverordneten quittiert. Der Stadtverordnete und Grünen-Fraktionsvorsitzende bezog sich in seiner Kritik unter anderem auf eine Aussage des Amtsinhabers in op-online. Schwab hatte am vergangenen Samstag die Stadtverordneten in Anständige und Unanständige eingeteilt.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende und Diplom-Psychologe sieht darin „Anmaßung und Selbstüberschätzung“. Der Bürgermeister spiele sich als Charakterzensor auf. Der Grund des Scheiterns von Alois Schwab sei dessen Unfähigkeit, andere Menschen als gleichberechtigte, kritische Partner zu akzeptieren und mit ihnen gedeihlich zusammenzuarbeiten.

Als Wählertäuschung bezeichnete Winno Sahm die Behauptung des Bürgermeisters, im Fall seiner Wiederwahl würden sich die Mehrheitsverhältnisse zu seinen Gunsten ändern. Tatsächlich habe Schwab eine äußerst geringe Basis im Parlament.

Lesen Sie hier den vollen Wortlaut von Winno Sahm.

Dass der Bürgermeister nur auf einzelne Stadtverordnete zählen kann, zeigte auch die jüngste Abstimmung in Sachen Hermann Jäger (CSG). Seit Monaten will der Magistrat Alois Schwab dazu veranlassen, den CSG-Mann für Äußerungen im Wahlkampf zu rügen. Der Bürgermeister lehnte dies ab und forderte das Stadtparlament nun zum Widerspruch auf. Doch die Mehrheit verweigerte ihm die Gefolgschaft: Von 40 Anwesenden stimmten nur die beiden CSG-Vertreter für Schwabs Vorlage.

Quelle: op-online.de

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