Schatzsucher und das knifflige Affenpuzzle

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Auch das gehört zum „Abenteuer Informatik“: Wie viele Schätze kann der Schatzsucher mitnehmen? Antonia Scherbaum, Leonie Manus, Janina März und Annalena Friedrich versuchen das Problem mit vereinten Kräften zu lösen.

Hainhausen - (eh) Das „Abenteuer Informatik“ ist in dieser Woche in der Cafeteria der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) zu erleben. Die vom Fachbereich „Didaktik der Informatik“ an der TU Darmstadt konzipierte Wanderausstellung ist zum ersten Mal im Kreis Offenbach zu sehen.

Zehn Schulklassen haben sich zu Führungen angemeldet.

An zwei hoch vier (16) Experimentierstationen können die Besucher die Grundlagen der Informatik im wahrsten Sinn des Wortes „begreifen“. Mit Schnüren können sie die kürzeste Fahrtstrecke eines Handlungsreisenden suchen, anhand von Gewichten auf einer Waage lernen sie das binäre Zahlensystem kennen.

Am Samstag, 9. Mai, von 8 bis 13 Uhr steht die Ausstellung auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Mit Schatztruhen und Geldsäcken kann man versuchen, das „Problem des Schatzsuchers“ zu lösen. Der Ärmste darf nämlich nur genauso viel Gewicht aus der Schatzkammer mitnehmen, wie er hineingebracht hat. Dazu muss er seine Ausrüstung zurücklassen, die 13 Kilogramm wiegt. Aber wie stückelt man 13 Kilo aus ganz unterschiedlichen Gewichten zusammen? Da ist Köpfchen gefragt - oder geduldiges Ausprobieren.

Besonders knifflig ist das so genannte Affenpuzzle aus quadratischen Teilen, an deren Seiten vier farbige Affen aufgedruckt sind. Mit 2x2 Teilen ist es noch leicht zu lösen, aber das 4x4-Puzzle ist 16 000 Mal so schwer. Wer das 6x6-Format schafft, dem verspricht Ausstellungsmacher Dr. Jens Gallenbacher von der TU Darmstadt einen Preis. „Ich behaupte, dass es unlösbar ist“, sagt er den Schülern, „aber es kann ja sein, dass die menschliche Intelligenz besser ist als die künstliche.“

Die Ausstellung „Abenteuer Informatik“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Dr. Jens Gallenbacher: „Ein EDV-Buch, das ohne eine einzige Befehlszeile auskommt“, wie Matthias Demeter von der GSS schwärmt. Demeter, der auch das „Kompetenzzentrum IT“ an der Scholl-Schule leitet, hatte das Buch bereits als Dankeschön an mehrere Referenten verschenkt, bevor er den Autor nach Hainhausen einlud. Gallenbacher moderierte dort eine Podiumsdiskussion: „Wie viel Computer braucht die Schule?“. Ein Thema, das nicht nur Schulleiter in Stadt und Kreis Offenbach beschäftigt.

Computer alleine nützen uns noch gar nichts“, betont Demeter: „Ohne vernünftige Konzepte, ohne vernünftigen Support und ohne vernünftige Arbeit mit den Schülern“ sei die beste Technik nutzlos. An der GSS gehörten Computer in allen Fächern zum Alltag: „Der reine Informatikunterricht macht nur noch einen ganz kleinen Teil aus.“

Quelle: op-online.de

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