Schiebetür als Angriffspunkt

Eine Serie von Einbrüchen in Weiskircher Gewerbeimmobilien registriert die Polizei. Die Masche der Täter ist immer gleich. Sie haben es überwiegend auf Geschäfte abgesehen, deren Eingang durch eine Schiebetür gesichert ist.

Weiskirchen (bp) - Die Ganoven drücken die beiden Flügel der Automatiktüren auseinander und zwängen sich dann in die Läden.

Betroffen war zuletzt die Metzgerei Ricker an der Hauptstraße. Dort kamen die Einbrecher in der Nacht von vergangenen Freitag auf Samstag. Der Schaden blieb gering, ist Metzgermeister Karl-Heinz Ricker erleichtert. „Die Kassen lassen wir immer offen stehen, damit gesehen wird, dass nichts drin ist.“

Münzgeld erbeuteten die Diebe hingegen im neuen Café von Wolfgang und Sascha Schäfer - ebenfalls an der Hauptstraße. Vor 14 Tagen drückten Unbekannte die Schiebetür auf und ließen zwei Kasseneinsätze mitgehen. Auch bei Bäcker Schäfer richteten die Täter keinen weiteren Schaden an. Zum Glück! Wolfgang Schäfer ist erstaunt, welch großes Risiko die Langfinger bereit waren, einzugehen. „Unser Café ist Tag und Nacht hell erleuchtet. Die Gefahr, entdeckt zu werden, war sehr groß.“

Auch die Cäcilien-Apotheke ist von den Ganoven schon heimgesucht worden. Im vergangenen August drangen sie in die Liegenschaft ein.

Sogar zweimal waren sie im Schreibwarenlädchen (mit Postagentur) von Cornelia Bauer („Unser Lädchen“). Die Nachbarin von Bäcker Schäfer an der Hauptstraße 36 wurde kurz nach ihrem Umzug in diesen Neubau Anfang September Opfer der ungebetenen Gäste. Wieder kamen die Eindringlinge durch die inzwischen zusätzlich gesicherte Schiebetür. Beim ersten Mal ließen sie zum Beispiel Zigaretten mitgehen, zwei Tage später rissen sie auch Pakete auf.

Die Polizei vermutet die Täter aus dem „näheren Umfeld von Weiskirchen“, sagt Polizeisprecher Henry Faltin. Es handele sich vermutlich um Gelegenheitsdiebe und nicht um Profis. Die würden meist auf Bestellung klauen - wie zuletzt in Hanauer Frisörläden. Automatiktüren seien in der Regel weniger gut gesichert. Die Polizei habe inzwischen in einer Broschüre Tipps formuliert, wie Geschäftsleute ihre Immobilien schützen könnten. Kontakt: Polizeiladen 08003110110 (kostenfrei), Peter Bender.

Quelle: op-online.de

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