Schilderstreit im Niederwiesenring

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Ein Schilderstreit entzweit Anwohner des Niederwiesenrings 89 bis 105 und die städtische Straßenverkehrsbehörde.

Dudenhofen ‐ Ein Schilderstreit entzweit Anwohner des Niederwiesenrings 89 bis 105 und die städtische Straßenverkehrsbehörde. Sie hatte veranlasst, dass dort Verkehrsschilder (eingeschränktes Halteverbot) aufgestellt werden. Anlieger halten das für eine überflüssige Geldverschwendung. Von Bernhard Pelka

Hausbewohner, die dort seit 30 Jahren leben, argumentieren, drei Jahrzehnte lang habe es keine Konflikte wegen Falschparkern gegeben. Die Verbotsschilder seien ein Schildbürgerstreich. Die hoch verschuldete Stadt Rodgau könne es sich nicht leisten, für solche Aktionen Geld aus dem Fenster zu werfen. Der Ton in diversen Briefen und Mails zwischen den Anwohnern und der Stadt ist von Oktober bis jetzt immer schärfer geworden. In einem Antwortschreiben an die Beschwerdeführer drückt Amtsleiterin Simone Lapointe ihr Unverständnis für die „unhöflichen und auch aggressiven Reaktionen auf eine alltägliche und für die Anwohner nicht sehr weitreichende Maßnahme“ aus.

Die Ordnungspolizei habe festgestellt, dass wegen der „Parksituation vor den Häusern 97 und 99“ Nachbesserungsbedarf bestehe. Dieser „Bereich“ sei „an verschiedenen Abenden zugeparkt“ gewesen. In einer E-Mail aus der Behörde wird überdies argumentiert, Rettungsfahrzeugen („wie beim Brand im Keller eines Hauses in Ihrer Nachbarschaft“) sei die Durchfahrt erschwert worden. Auch seien die Bewohner nicht mehr zu ihren Mülltonnen gekommen. Anlieger lassen das nicht gelten. Das eingeschränkte Halteverbot sei sinnlos. „Wir alle haben bestätigt, dass hier niemals geparkt worden ist.“ Die Reaktion der Behörde lasse es vollkommen an Logik vermissen.

Quelle: op-online.de

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