Schinderhannes prügelt den Datterich

Rodgau - (eh) Ein neues Kapitel in der eigenen Geschichte schlägt die Gruppe „Großes Welttheater“ auf. Zum ersten Mal geht die Theatergruppe mit dem Stück des letzten Jahres auf Tournee. Die Amateurschauspieler spielen die Mundartposse „Datterich“, die sie an sieben Sommerabenden 2008 auf der Turmstraße in Nieder-Roden vor jeweils rund 300 Zuschauern aufgeführt hatten.

Bereits damals hatte das Kulturamt der Stadt Riedstadt die Theatergruppe eingeladen, ihre Kunst im Hof des Büchnerhauses in Goddelau zu zeigen. Das war der Anlass, weitere Aufführungsorte zu suchen. Nun spielen die Welttheater-Leute im Juni in der Aula der Georg-Büchner-Schule Jügesheim und in der Kelterscheune Urberach.

TERMINE:

Urberach: 12. und 13. Juni, 20 Uhr, Kelterscheune. Riedstadt: 18., 19. und 20. Juni, Hof Büchnerhaus. Jügesheim: 26. und 27. Juni, 20 Uhr, Aula Georg-Büchner-Schule.

Bis auf wenige Ausnahmen sind wieder alle Schauspieler und Helfer vor und hinter der Bühne dabei. Neu im Datterich-Ensemble ist Lars Keller, der im Jahr 2000 am Don-Bosco-Heim den Schinderhannes spielte. Er darf als Schuhmachermeister Bengler den Datterich verprügeln. Die Rolle des Schneidermeisters Steifschächter spielt Jürgen Nissen und den Wirtsjungen spielt Ricardo Rebmann.

Da zunächst nicht abzusehen war, dass das mit der Tournee auch wirklich klappt, hat die Theatergruppe ihre Veranstaltung „Eher-wie-net-Tournee“ genannt. Der Begriff stammt aus dem Stück von Ernst Elias Niebergall: „Eher wie net“ antwortet der Bennelbächer dem Datterich auf die Frage, ob er „heute Mittag nach Draase zur Wirtschaft kommt“.

Das „Große Welttheater Rodgau“ steht seit 13 Jahren für anspruchsvolles Amateurtheater. Die Gruppe entstand zum 650-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde St. Matthias Nieder-Roden und aus Erinnerung an Theateraufführungen von Calderón de la Barcas „Großem Welttheater“. Der gleichnamige Verein zählt inzwischen über 100 Mitglieder. Nach der Aufführung des „Schinderhannes“ im Jahr 2000 am Don-Bosco-Heim erhielt die Gruppe den Kulturpreis der Stadt Rodgau.

Quelle: op-online.de

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