Theater und Ausstellung kommen an

Schlafmütze im Museum

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Günther Keller hatte sich zur Führung durchs Schlafgemach passend gekleidet.

Nieder-Roden (pep) - Passend zur aktuellen Ausstellung stand bei der ersten Nieder-Röder Museumsnacht Kitsch im Mittelpunkt. Auch der letzte Sitzplatz war im Heimatmuseum belegt. Das Schauspiel der Theatergruppe „Großes Welttheater“ verfolgten Gäste sogar im Stehen.

In vier szenischen Lesungen aus dem Werk von Walther Killy mit dem Titel „Deutscher Kitsch“ hatten sich die Schauspieler zum unterhaltsamen Vorspiel bereit erklärt. So zeigten Hans Bär, Frank Bichtemann, Simone und Thorsten Maier, Frank Stoffels, Christa Wolf und Daniel Gutjahr an der Technik unter anderem ein eigenartiges Stück von Heinrich Clauren. „Die liebreizende Adolphine, von Champagner beseelt, ruht auf moosigem Boden im Walde. Dort begegnet ihr ein heimischer Zwerghirsch und ein junger schöner Graf“, leitete die Vorleserin ein, bevor tatsächlich eine hübsche Frau auf einem antiquierten Sessel Platz nahm und überzeugend ihre Rolle verkörperte.

Die Idee eines Mitglieds zur Museumsnacht setzte der Arbeitskreis für Heimatkunde gerne um und verloste am Schluss sogar noch eine Übernachtung im ausgestellten Schlafgemach „aus Omas Zeit“, das Günter Keller bei einer Führung etwa auf das Jahr 1900 schätzte. Bei einem Gläschen Wein und frisch gebackenen Brezeln kam die Neuerung gut an. Viele Besucher warten bereits auf eine Fortsetzung.

Quelle: op-online.de

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