Neue Stelle für Ex-Mitarbeierin

Die Zeit nach Schlecker

Rodgau - Was ist eigentlich aus den ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen geworden? Die Agentur für Arbeit berichtet von einer Betroffenen, die Glück hatte: Angelika Weber aus Rodgau fand fast übergangslos eine neue Stelle.

Als die ersten Insolvenzgerüchte aufkamen, hoffte sie zunächst, dass es nicht ganz so schlimm kommen würde. Schließlich hatte sie eine großen Teil ihres Berufslebens bei Schlecker gearbeitet, überwiegend in Teilzeit. Angelika Weber mochte ihre Arbeit. Es machte ihr Spaß, Kunden zu beraten, Waren zu präsentieren und auszuzeichnen, Regale aufzufüllen. Sie war zufrieden und sorgte dafür, dass in „ihrer“ Filiale alles wie am Schnürchen klappte. Die Drogeriemarktkette bot ihr die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, und die 49-Jährige hat diese Chance auch wahrgenommen. In den letzten sechs Jahren war sie stellvertretende Leiterin einer Schlecker-Filiale in Frankfurt.

Als absehbar wurde, dass es doch zur Schließung kommen würde, meldete sie sich im Juni bei der Agentur für Arbeit Rodgau als Arbeit suchend. Im Juli war sie dann tatsächlich arbeitslos.

Von der Arbeitsagentur erhielt die 49-jährige ein Vermittlungsangebot für einen Penny-Markt in Rüsselsheim. Dort waren genau die Fähigkeiten gefragt, die sie in den letzten Jahren täglich unter Beweis gestellt hatte. Und da sie ohnehin vorhatte, demnächst mit ihrer Familie in die Nähe von Rüsselsheim umzuziehen, kam ihr das Stellenangebot sehr gelegen.

„Ich habe nur eine einzige Bewerbung geschrieben“, freut sich Angelika Weber. Finanzielle Einbußen hatte sie nicht. Ihr Arbeitsvertrag ist vorerst auf ein Jahr befristet, aber sie ist guter Dinge, dass er danach in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt wird. Denn bereits jetzt arbeitet sie wieder als stellvertretende Filialleiterin.

Bilder vom letzten Tag: Räumungsverkauf in Schlecker-Filialen

Letzter Tag in Tausenden Schlecker-Filialen: Räumungsverkauf sorgt für leere Regale

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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