Schlüssel an die Feuerwehr

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Bürgermeister Jürgen Hoffmann (rechts) und Jörn Henrik Depenbrock (links) vom gleichnamigen Generalunternehmer übergaben einen symbolischen Schlüssel für den Stützpunkt Süd an die Wehrführer Bernd Klein (Zweiter von rechts, Dudenhofen) und Holger Chobotsky (Nieder-Roden).

Rodgau (bp/fma) ‐ Abschied und Neubeginn lagen bei der Feuerwehr am Wochenende dicht beieinander. Während in Hainhausen ein Löschfahrzeug nach 37 Dienstjahren in den Ruhestand fuhr, weihten die Brandschützer ihr neues Domizil an der Ortsgrenze von Dudenhofen und Nieder-Roden ein, den Stützpunkt Süd.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) nannte das neue Feuerwehrhaus bei der Schlüsselübergabe an die Wehrführer Bernd Klein und Holger Chobotsky ein „Symbol für Gemeinschaft“ und sah darin ein Zeichen dafür, „dass das Zusammenwachsen unserer Stadtteile zu einer Stadt eine felsenfeste Absicht ist“. Stadtrat Michael Schüßler (FDP) freute sich, dass der Neubau fast eine Million Euro unter den einst veranschlagten 4,5 Millionen Euro geblieben sei.

Mehr Bilder vom neuen Feuerwehrhaus:

Feuerwehr-Stützpunkt Rodgau Süd eingeweiht

Landrat Oliver Quilling (CDU) lobte die professionelle Arbeit der Brandschützer. Hierzu gehöre allerdings auch eine professionelle räumliche Ausstattung, die mit den beiden neuen Rodgauer Feuerwehrhäusern nun gegeben sei. Das lasse ihn „gut schlafen“.

Der Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann lobte die zukunftsweisende Konzeption des Gebäudes, das die Stadtteile verbinde, die sich „hier intelligent ergänzen“. Ihren Segen erhielten Feuerwehrleute und das neue Haus von Pfarrer Dr. Peter Eckstein, der zusammen mit seinen Kollegen Dr. Felipe Blanco Wißmann und Dr. Yasar Yürük die großen Religionen repräsentierte. Sehr persönliche Dankesworte fand Stadtbrandinspektor Andreas Winter. Er würdigte ausdrücklich die Arbeit der beiden Stadtteilwehrführer. Mitten hinein in die Rede des Generalunternehmers Jörn Henrik Depenbrock platzte ein Alarm, doch die Jügesheimer Kollegen übernahmen gern. Nach Dankesworten der Wehrführer nahmen die Gäste das Gebäude in Augenschein und genossen das Büfett.

Auch in Hainhausen ging es beim Abschied von einem Löschfahrzeug emotional zu. „Heute verabschieden wir schon beinahe einen Kameraden, ein uns lieb gewordenes Arbeitsgerät, das über so viele Jahre hinweg treu und brav seinen Dienst versehen hat“, sagte der frühere Wehrführer Joachim Blum.

Am 23. Dezember 1973 nahm das LF 16, das lange unter dem Spitznamen „Adam“ bekannt war, seinen Dienst bei der Hainhäuser Wehr auf. Jeder Einsatz sei etwas ganz Besonderes gewesen. Seinen letzten Arbeitseinsatz hatte das LF  16 bereits am 11. Januar. Kurioserweise handelte es sich dabei um den Fehlalarm einer Brandmeldeanlage. Das ausrangierte Fahrzeug wird im Internet versteigert.

Daten und Fakten

  • In Stadt und Kreis gehören der Freiwilligen Feuerwehr 1 600 Frauen und Männer an.
  • Sie fahren pro Jahr mehr als 4 000 Einsätze.
  • Im Feuerwehrhaus Süd wurden 26 Kilometer Kabel verlegt, 114 Einsatzkräfte finden im Haus Platz, die Fahrzeughalle mit elf Stellplätzen ist 707 Quadratmeter groß.
  • 1 000 Quadratmeter Dachfläche sind begrünt.

Quelle: op-online.de

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