Stadtwerke räumen und streuen

Schneeflocke ohne Chance

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Der Stadtwerke-Unimog war gestern mit dem Schneeschild unterwegs wie hier am Bahnhof Weiskirchen, um wichtige Verkehrsknotenpunkte zugänglich zu machen. Das Fahrzeug räumt und streut. 

Rodgau - Sie waren gut gerüstet für den ersten Schnee: Die Stadtwerke hatten sich bereits seit einigen Wochen auf Eis und Glätte eingestellt und wie berichtet einen Vorrat an Streusalz, Split und Sole angelegt.

Etwa 20 Mitarbeiter der Stadtwerke haben gestern ab 5.30 Uhr dafür gesorgt, dass die Hauptverkehrswege, S-Bahn-Unterführungen, Brücken und Kreuzungen befahrbar waren. Wie Sabine Kretschmer, Geschäftsbereichsleiterin Kommunale Dienste erläuterte, waren nach einer Kontrolltour zwei Fahrzeuge (ein Unimog sowie der kleinere und wendigere Ladog, der durch Unterführungen passt und auch auf Radwegen streuen kann) mit Schneeschilden unterwegs und haben insgesamt zwölf Tonnen Feuchtsalz aufgebracht, um freie Fahrt auf Rodgaus Straßen zu gewährleisten.

In diesen Tagen werden aufmerksam ausführliche Straßengebietswettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes verfolgt, um prompt reagieren zu können, erklärte die Stadtwerke-Mitarbeiterin. Darüber hinaus regelt ein detaillierter Plan die genaue Reihenfolge der Tour sowie das Streuen und Räumen. Bei heftigem Wintereinbruche sind 30 Mitarbeiter ab 4 Uhr unterwegs. Pro Einsatz werden 14 Fahrzeuge genutzt, darunter drei Feuchtsalzfahrzeuge und vier Traktoren sowie Fußgruppen, um rund 164 Kilometer Straßenlänge von Eis und Schnee zu befreien.

Lennard räumte auch Schnee – allerdings wohl mehr zum Spaß. Mit einem großen Schneeschieber vom Papa bearbeitete er eine kleine Ecke auf dem Parkplatz am Café Schäfer.

Fünf Glättemeldestationen sind in den Straßen verbaut, so dass diese frühzeitig Glatteisbildung mitteilen. Wichtig ist zunächst, dass der Verkehr auf den wichtigsten Straßen und Verkehrsverbindungen weiter fließen kann. Dass Arbeitsplätze, die S-Bahn und auch Krankenhäuser erreicht werden, Busse und Bahnen des ÖPNV ihre Strecken nahe der Geschäfte, Schulen, Kindergärten fahren können. Erst danach sehen die Pläne die Räumung und Streuung nachgeordneter Straßen vor. Allerdings müssen Verkehrsteilnehmer Beeinträchtigungen hinnehmen und sich in Geduld üben: Denn die Räum- und Streufahrzeugen sind mit 30 Stundenkilometern unterwegs. „Keiner fährt gerne hinter einem Streufahrzeug, aber das Überholen ist sehr gefährlich“, appelliert Sabine Kretschmer an die Vernunft der Fahrer. Die übrigens können sie bereits beim Parken demonstrieren. Denn falsch geparkte Autos machen es den Räumfahrzeugen schwer und das kostet diese dann kostbare Zeit.

Auch Bürger müssen dazu beitragen, dass die Gehwege sicher sind: Für das Räumen und Streuen sind die Anwohner verantwortlich. Die Verkehrssicherheit muss in der Regel bis 7 Uhr morgens hergestellt sein und tagsüber bis 20 Uhr aufrecht erhalten bleiben. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstplicht. Ein Merkblatt mit allen wichtigen Informationen rund um das Räumen und Streuen bei Schnee und Eis (Wer muss räumen? Was und wo muss etwas getan werden?) kann auf der Internetseite der Stadtwerke abgerufen werden. (siw)

Quelle: op-online.de

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