Schneller informieren

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Die „Macher“ des neuen Internetauftritts der Stadt Rodgau: Simone Jäger und Uwe Müller-Klausch von der Öffentlichkeitsarbeit und EDV-Fachmann Achim Fischer (links).

Rodgau ‐ Hell, aufgeräumt und übersichtlich präsentiert sich die Stadt Rodgau jetzt im Internet. Der neue Auftritt soll den Bürgerservice verbessern. Die meisten Informationen findet man einfacher und schneller als bisher. Von Ekkehard Wolf

Neu: Einen direkten Draht ins Rathaus gibt‘s jetzt auch per Internet. Wer unter dem Punkt „Bürgeranliegen“ eine Frage, einen Wunsch oder Kritik äußert, kann sich online über den aktuellen Sachstand informieren. Ein Beispiel: Wer eine kaputte Straßenlaterne meldet, erfährt auf diese Weise, wann der Wartungsdienst verständigt und wann die Leuchte ausgetauscht wurde.

„Heute ist so etwas einfach ein Muss“, sagt Uwe Müller-Klausch von der städtischen Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich könne man ja auch jedes Postpaket per Internet von der Einlieferung bis zur Zustellung verfolgen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) begrüßt die Neuerung als Beitrag zu größerer Transparenz. Die Kollegen im Rathaus müssten allerdings noch Erfahrungen mit dem neuen System sammeln, gibt Achim Fischer von der städtischen EDV-Abteilung zu bedenken.

Seit März 1999 ist die Stadt Rodgau am Netz. „Wir waren die erste Kommune im Kreis Offenbach, die im Internet vertreten war und wir sind die letzte, die auf ein neues System umstellt“, berichtet Uwe Müller-Klausch. Nach mehr als zehn Jahren sei es Zeit für eine Modernisierung gewesen - auch, um die gesetzliche Vorgabe der Barrierefreiheit zu erfüllen.

Wurde bisher jede einzelne Internetseite von Hand programmiert und gepflegt, arbeitet die Stadt nun mit einem Redaktionssystem namens „iKiss“, das auf einer Datenbank basiert. Der Kreis Offenbach sowie die Städte Dietzenbach und Seligenstadt nutzen das gleiche System.

Etwa 80 Prozent der Daten, immerhin fast 2000 Seiten, wurden in den vergangenen fünf Monaten auf das neue System übertragen. Die restlichen Daten folgen in den nächsten Wochen. In Zukunft sollen rund 80 Mitarbeiter/innen eigenverantwortlich die Inhalte aus ihrem Arbeitsbereich pflegen. Damit will der Magistrat erreichen, dass der Internetauftritt stets aktuell ist. Bisher musste jede Änderungen von Hand eingepasst werden.

Manche Aktualisierungen erfolgen automatisch. Die Angaben über behördliche Dienstleistungen (Beispiel: „Welche Papiere brauche ich, wenn ich heiraten will?“) werden täglich mit dem so genannten „Hessenfinder“ abgeglichen. Der Veranstaltungskalender erfordert noch Handarbeit. In Zukunft sollen Vereine und andere Veranstalter diese Daten selbst ändern können. Einen besonderen Service bietet der Abfallkalender: Dort kann man jetzt einen Abfuhrplan für einzelne Straßen abrufen.

Quelle: op-online.de

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