Nur Mut zum Schnitt!

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Fachberater Otmar Meinecke vom Stadt- und Kreisverband der Kleingärtner gab wertvolle Tipps zum richtigen Sommerschnitt.

Dudenhofen - (pep) Warum man Obstbäume auch im Sommer schneiden sollte, auch wenn noch Früchte daran hängen, erklärte Fachberater Otmar Meinecke vom Stadt- und Kreisverband der Kleingärtner. Mehr als ein dutzend Hobbygärtner aus dem Kleingärtnerverein Dudenhofen und aus ganz Rodgau auf der Anlage des Vereins ein.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Dieter Seib-Haller zog die Gruppe nach einer kurzen theoretischen Einleitung durch die Gärten und lernte an Praxisbeispielen, wie Obstgehölze richtig geschnitten werden. Sinn und Zweck eines solchen Sommerschnitts ist das Höhenwachstum zu begrenzen und die diesjährigen Früchte zu verbessern.

Von Mitte Juli bis Ende August sollten zu steile Äste ausgedünnt oder beschwert werden. Diese beanspruchen in der Pflanze so viel Saft und Nährstoffe, dass die Früchte darunter leiden.

Zusätzlich werden verkümmerte oder übermäßige Früchte aussortiert, damit die übrigen Früchte dann mehr Nährstoffe bekommen. Eher waagrechte Äste tragen mehr Früchte, da die Nährstoffe nicht für das Höhenwachstum verbraucht werden.

Wer im Winter schneidet, regt den Baum an, gerade noch mehr neue Äste auszutreiben, was meistens unerwünscht ist. Ebenso sollte das Einkürzen vermieden werden. Die Äste immer ganz am Anfang abschneiden.

Pflanzen verraten, was dem Boden fehlt, etwa wenn Blätter braun werden“, erklärte Meinecke. Wer die Zeichen aber nicht so genau lesen kann wie der Fachmann, der kann eine Bodenuntersuchung machen lassen. Dabei wird der Nährstoffgehalt im Boden bestimmt und vorhandene Überdüngungen festgestellt.

Der Kleingärtnerverein schickt seine Proben für unter zehn Euro zur Analyse, mancherorts sind diese Tests sogar kostenlos. Eine solche Überprüfung empfiehlt Meinecke etwa alle drei Jahre.

Quelle: op-online.de

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