Die schönen Seiten von Ostern

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Die Zirkuskinder aus den Volkshochschul- und Bewegungskursen von Rektor Alexander Butte zeigten ihr Können an Pedalos, auf Bällen und Einrädern oder mit zahlreichen Jongliergeräten.

Nieder-Roden ‐ Wie schön: wenn Ostermarkt im Bürgerhaus ist, ist auch Ostern nicht mehr weit - mit dieser durchaus schlüssigen Vorfreude eröffnete Bürgermeister Alois Schwab im Bürgerhaus Nieder-Roden den 24. traditionellen VHS-Ostermarkt, der früher eigentlich einen anderen Namen trug. Von Christine Ziesecke

„Zu meiner Zeit hieß das ‚Rund um die Osterzeit', da mir der ‚Markt' zu kommerziell klang - wir wollten ja für alle Menschen etwas bieten“, erinnerte sich Helmut Krämer, der 1987 mit einem Markttag und 19 Ausstellern die Tradition begonnen hatte, nachdem er zuvor im Frankfurter Dominikanerkloster etwas ähnlich Buntes erlebt hatte.

1999 hatte er die Organisation an Silke Ott übergeben, die inzwischen über 25 Jahre bei der Stadt Rodgau arbeitet und in diesem Jahr 48 Anbieter begrüßen konnte - zwei hatten aus Wettergründen kurzfristig abgesagt; mindestens zehn weitere hatte sie aus Platzmangel vertrösten müssen.

Der Ostermarkt der VHS Rodgau hat einen guten Ruf, und viele der Verkäufer kommen seit Jahren immer wieder - so etwa die MS-Selbsthilfegruppe „Mosaiksteine“, auf deren selbst bepflanzte fröhlich-blühende Osterkörbe und -gestecke die Kunden oft schon warten. Schmuck, Kerzen, Schachteln und Körbe, Holzgefäße und Wollsocken - alles liebevoll handgemacht - lockten die Besucher an die Stände. Das Thema Osterei stand gar nicht zwingend im Blickpunkt, auch wenn ein Weidenkorb mit bereits ausgeblasenen blütenweißen Hühnereiern manchem Bastelfan die sonst eher unangenehme Arbeit erleichterte.

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Vhs-Ostermarkt

Auch bunte Eier, in verschiedenen Techniken verziert, gab‘s im Angebot, doch weitaus überwog der kleine liebevolle Schnickschnack vom Häschen oder Lämmchen jeder Größe bis zum eher unerwarteten getöpferten und geflügelten Schwein, das jedem Betrachter die Seele wärmte.

Originell: viereckige Hühnereier, die - in Scheiben geschnitten - auch wunderbar aufs Butterbrot passen, bot der Verein „Plattdüütsch leeft“ an. Da der Mensch selbst an Ostern nicht vom Ei allein lebt, gab‘s mit Schäfer Rubel aus Grebenhain erstmalig auch ausgewählte Spezialitäten von Hirsch, Lamm, Schaf oder Hase - „alles außer Schwein und Rind“, wie er bestätigte, dazu hausgebackenes Brot und Ziegen- oder Schafskäse - und natürlich alles zum Verkosten.

Für die farbigen Akzente jenseits des Verkaufsgeschehens sorgten Rodgauer Vereine, die vor allem ihren Kindern eine Plattform für ihr Können gaben. Von den allerjüngsten Mitgliedern im Kinderchor des Männerchores Dudenhofen, von Theresia Uglik gut in Szene gesetzt, über die jungen Tänzerinnen und Tänzer der TGM SV Jügesheim mit Yvonne Teskebis zur orientalischen Kindertanzgruppe, betreut von Vasilica Kerkhoff, drehte sich vieles rund um die Bühne im Bürgerhaus, was nicht nur stolze Eltern und Großeltern anzog.

Ein buntes Programm stellte auch Rektor Alexander Butte mit seinen Zirkuslehrlingen auf die Beine: seine jungen Künstler zeigten Einradfahren, Akrobatik und Jonglage zwischen Osterschmuck und Blütenmeer. Und natürlich musste auch niemand hungern oder dürsten: wie seit vielen Jahren versorgte der SOS-Helferkreis die Kaffee- und Kuchentheke, und die Imbissecke der Volkshochschule bot Herzhaftes von Chili bis Grüner Soße an.

Quelle: op-online.de

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