Schräger Sport und Top-Athleten

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Jahrelanges Training, Geduld, Disziplin - und am Ende steht man vor Freude Kopf.

Dudenhofen/Wellington ‐ Jahrelanges Training, Geduld, Disziplin - und am Ende steht man vor Freude Kopf. Diese Erfahrung nachten drei Einradfahrer des TSV Dudenhofen. Von Bernhard Pelka

Zu den 15. Einradweltmeisterschaften reisten Felix und Stephanie Dietze sowie Thomas Gossmann ans andere Ende der Welt, um sich in Wellington (Neuseeland) mit mehr als 650 Sportlern aus 23 Ländern zu messen. Außer den klassischen Disziplinen wie Bahnrennen (100, 400, 800 Meter, Einbein, Radlauf) und Freestyle (Tricks, Show und Tanz auf dem Einrad), die insbesondere in Deutschland ausgeübt werden, gab es Wettkämpfe in Einradbasketball und -hockey, Langstrecken (zehn und 42 Kilometer), Street & Flat (Skateboard-ähnlicher Wettbewerb) und Mountain Unicycling (bergauf, bergab und crosscountry).

Am Ende konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Felix Dietze wurde zweiter Gesamtsieger im rasanten Downhill Gliding. Hierbei nehmen die Teilnehmer die Füße von den Pedalen und bremsen, um das Gleichgewicht zu halten, direkt mit dem Fuß auf dem Reifen. Mit seiner Freestyle Einzelkür belegte er den dritten Platz der Altersklasse 19+ - direkt vor Thomas Gossmann, der mit seiner Blues-Brothers-Interpretation das Publikum und die Jury für sich gewinnen konnte.

Das Besondere sind die sozialen Kontakte

Stephanie Dietze spezialisierte sich auf die Berg-Rennen. Im Uphill-Rennen erkämpfte sie den dritten Platz der Altersklasse 19+ und den 5. Gesamtrang. Die Sportler müssen hierbei einen sehr steilen, mitunter wurzeligen und steinigen Berg so schnell wie möglich nach oben fahren, wobei keine Stelle zu Fuß bewältigt werden darf. Im Downhill-Rennen belegte sie den 3. Platz.

Jahrelanges Training, Geduld, Disziplin - und am Ende steht man vor Freude Kopf.

Das Besondere an den alle zwei Jahre ausgetragenen „Unicons“ sind die sozialen Kontakte der Teilnehmer und der interkulturelle Austausch. Sportler bieten dabei verschiedene Workshops an, die von Spaßwettbewerben über Einrad-Sightseeing-Touren und Hafenbeckensprünge mit dem Einrad (Foto) bis hin zu Kochwettbewerben reichen. Dadurch ist die Einrad-WM für alle Teilnehmer nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich jedes Mal ein Erlebnis. Jeweils vor und nach den Wettkämpfen nahmen sich Felix, Stephanie und Thomas Zeit, das Kiwiland kennen zu lernen. Die Einräder waren auch hier immer dabei, um Dschungel, Wüsten und Hobbit-Berge aus einer ganz eigenen Perspektive zu erleben.

Empfangen worden waren die Sportler aus Dudenhofen mit einem „Powhiri“, einer traditionellen Zeremonie der Maori-Ureinwohner. Die Wettkämpfe in Neuseeland erstreckten sich über zehn Tage.

Quelle: op-online.de

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