Rodgau

Den Schritt in die Selbstständigkeit bisher nicht bereut

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Lars Galisch ist sein eigener Chef. Nebenher studiert er an der FH Darmstadt Betriebswirtschaft. Und er bildet eine Azubi aus.

Geschäftsleute berichten über ihren Weg in die Selbständigkeit, die anfallenden Aufgaben und ihren heutigen Arbeitsalltag.

Rodgau - Nach 16 Jahren in der Tourismusbranche war es Sabine Bamberg leid. Die junge Weiskircherin wollte nicht mehr als Dienstleister von anderen abhängig sein. Also wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ein weiterer Antrieb dazu war, dass ich dann Beruf und Familie besser vereinbaren könnte“, erinnert sich die Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter.

Kontakte zur IHK erleichterten ihr den Einstieg. Aber auch ihre Vorkenntnisse aus dem Berufsleben, Tipps aus der Familie und von Freunden beförderten ihren Entschluss. „Da habe ich mir viele Ratschläge geholt.“ Positiv wirkte sich zudem die lokale Verwurzelung der Jung-Unternehmerin aus. Sie wohnt in Jügesheim und kannte deshalb den Markt, auf den sie mit ihrem Geschäft für Kindermoden wollte, ganz genau. „Ich wusste, dass die Baby-Stube zu macht und deshalb da eine Chance besteht.“ Bevor die Geschäftsfrau Verträge mit ihrem Vermieter schloss und teure Ware bestellte, schrieb sie einen Businessplan und analysierte das Kaufverhalten ihrer potenziellen Kunden. Dabei halfen ihr Interviews mit Geschäftsleuten, die in Jügesheim bereits Boutiquen betreiben. Als Mutter der kleinen Liliana hatte sie überdies aus dem Freundes- und Bekanntenkreis genug Ansprechpartnerinnen für dieses Thema. Ausdrücklich lobt Sabine Bamberg die Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderin Monika Mettner. „Sie hat mir bei der Ladensuche toll geholfen.“ Überhaupt seien die Behördengänge viel unproblematischer verlaufen als gedacht.

In der Rodgau-Passage in Jügesheim betreibt die junge Frau ihren Laden „Kleine Schätze“ seit dem 29. November 2008. Das Risiko hat sich bezahlt gemacht. „Für den Anfang bin ich zufrieden. Die Resonanz ist gut.“

Das kann auch Lars Galisch von seinem Geschäft behaupten. Der 26-Jährige ist als Selbstständiger noch taufrisch. Seinen Vodaphone-Shop gegenüber der Metzgerei Hiller hat er erst am 27. Januar eröffnet. Zuvor arbeitete der gebürtige Frankfurter (er lebt seit 1996 in Jügesheim) fünf Jahre bei Vodaphone in Rodgau, zuletzt als Filialleiter. Seine Erfahrungen spornten den früheren SV-Fußballer an, es selbst zu versuchen. „Ich dachte mir, das kann ich auch. Ich wachse gern mit Herausforderungen. Jetzt mache ich mein eigenes Ding.“ Das ist aber nicht alles, denn Lars Galisch bildet auch aus. „Man muss der Jugend eine Chance geben.“

Quelle: op-online.de

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