Schub für den Klimaschutz

Rodgau (bp) - Jeder Rodgauer war im Jahr 2009 für den Ausstoß von 6,5 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) verantwortlich. 1996 hatte diese Pro-Kopf-Rechnung noch 8,5 Tonnen ergeben. Das geht aus der vorläufigen CO2-Startbilanz der Stadt Rodgau hervor.

Gemäß dieser Bilanz wurden 1996 in Rodgau 360.000 Tonnen CO2 erzeugt und ausgestoßen, 2009 waren es noch 280.000 Tonnen. Diese Zahlen resultieren aus einem komplizierten Rechenmodell, das zum Beispiel den statistischen Pro-Kopf-Verbrauch von Heizöl, Strom, Holz und Kohle einbezieht. Nicht eingerechnet ist der Autoverkehr.

Die Startbilanz ist Bestandteil des städtischen Aktionsplans zum Klimaschutz. Die Stadt hatte sich am 2. Juni mit Unterzeichnung der „Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz“ freiwillig verpflichtet, diesen Aktionsplan aufzustellen. Ziel ist die Reduzierung der CO2-Emissionen um fünf bis zehn Prozent in fünf Jahren.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Maßnahmen im Aktionsplan um die energetische Sanierung von Gebäuden (Kitas, Bürgerhaus Weiskirchen, Rathaus) oder die strikte Einhaltung energetischer Höchsstandards bei Neubauten (Feuerwehrhäuser, Seniorenwohnanlage Ludwigstraße). Der Aktionsplan nennt aber auch die Umstellung der kommunalen Fahrzeugflotte auf Elektroautos und schlägt einen Runden Tisch für private und gewerbliche Betreiber von Solaranlagen sowie den Bau eines Blockheizkraftwerks im künftigen Neubaugebiet Hainhausen-West vor. Verwiesen wird zudem auf die geplante Biogasanlage und die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Sporthalle Nieder-Roden.

„Hessen-Aktiv - 100 Kommunen für den Klimaschutz“ ist eine Aktion des Hessischen Umweltministeriums. Inzwischen haben 117 hessische Städte und Gemeinden die Charta unterzeichnet und sich damit verpflichtet, einen Aktionsplan aufzustellen, die Vorhaben zu realisieren und zu berichten. Der Rodgauer Aktionsplan läuft bis Juni 2016. Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Stadtrat Michael Schüßler und Dirk Engelmann vom Fachbereich Stadtplanung und Umwelt stellten das Konzept der Presse vor. Zwei Vertreter des Hessischen Umweltministeriums lobten dabei ausdrücklich die geleistete Arbeit.

Quelle: op-online.de

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