Keine Halle für Abiball

Dudenhofen (eh) - Eine Folge der Einführung des verkürzten G-8-Gymnasiums bereitet den angehenden Abiturienten der Claus-von-Stauffenberg-Schule (CvSS) Kopfzerbrechen: Sie finden keine Halle für ihren Abiball. Kein Saal ist groß genug.

Ein Doppeljahrgang auf G 8 und G 9 bereitet sich derzeit auf das Abitur vor. 266 junge Leute wollen im Frühjahr in Dudenhofen ihre Reifeprüfung ablegen, doppelt so viele wie bisher. Die Raumnot in der Schule ließ sich noch dadurch verhindern, dass die CvSS ihre 11. Klassen nach Jügesheim auslagerte. Doch beim Feiern kann man nicht so einfach improvisieren.

„Wir brauchen eine Halle, in die wir mit Bestuhlung 1 000 Personen reinbekommen“, sagt Charlott Kaciala vom Abiball-Komitee. Schon vor den Sommerferien hatte sie in der Stadthalle Offenbach angefragt, wo die CvSS in den letzten beiden Jahren feierte. Ergebnis: Der Saal bietet nur 825 Plätze und ist außerdem schon vergeben. Auch die Hugenottenhalle in Neu-Isenburg ist zu klein.

Zehn bis 15 Hallen schon angefragt

„Mindestens 10 oder 15 Hallen“ haben die Schüler schon angefragt, dazu zahlreiche Hotels und fünf Zeltverleihe. Ob in Frankfurt, Darmstadt oder Aschaffenburg - nirgends wurden sie fündig. Die Messehalle in Frankfurt ist groß genug, kostet aber 18 000 Euro Miete. Ein Festzelt mit Boden, Bühne und Mobiliar würde sogar 20 000 Euro kosten. So viel Geld haben die Abiturienten nicht, obwohl sie sich ihren Abiball schon etwas kosten lassen wollen: 10 000 Euro für Miete sind durchaus drin.

Der Festsaal eines großen Hotels fiel aus, weil der Boden unter hohen Absätzen leiden könnte. In der Jahrhunderthalle hätten sich die Feiernden auf zwei Räume aufteilen müssen. Als abwegig bezeichnet Simon Heinrich vom Abiball-Komitee den Vorschlag, einfach zwei kleinere Bälle an zwei Abenden zu veranstalten: „Wir sind eine Gemeinschaft und wollen zusammen feiern.“

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Zurzeit setzen die sieben Mitglieder des Abiball-Komitees alle Hoffnungen auf eine Halle, die sie am kommenden Freitag besichtigen wollen. Falls daraus auch nichts wird, ist guter Rat teuer: „Einen Plan B gibt’s nicht wirklich“, sagt Charlott Kaciala. Und Essen auf der Tribüne passt nicht zu dem festlichen Rahmen, den sich die Abiturienten zum Abschluss ihrer Schulzeit wünschen.

Neun Monate vor dem großen Ereignis bricht unter den Schülern noch keine Panik aus, nur die Organisatoren werden allmählich nervös. Kaciala: „Die anderen sind in dem Glauben, das Komitee schmeißt den Laden schon.“

Quelle: op-online.de

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