GPS schützt Rollstuhlfahrer

Genau das Richtige für mobile Senioren wie Heinz Schwarz. Ulrike Moßmann von der Abteilung Hausnotruf der Johanniter Unfallhilfe übergab dem schwerbehinderten Senior das GPS-Handy. Es dient dazu, die Position des Mannes bis auf den Meter genau zu orten, sofern er mit seinem Rollstuhl bei einer Ausfahrt in Schwierigkeiten gerät.Foto: Pulwey

Nieder-Roden - (pul) Beim Globalen Positionsbestimmungssystem GPS denken manche Menschen an staatliche Überwachung und Einschränkung ihrer Freiheitsrechte.

Autofahrer, Wanderer und Radfahrer hingegen nutzen das satellitengesteuerte System zur Ortsbestimmung auf Deutschlands Straßen oder in der freien Natur. Für Heinz Schwarz, Rodgaus ersten Elektro-Rollstuhlfahrer mit GPS-Notrufsystem, spielt die moderne Technik eine entscheidende Rolle für seine eigene Sicherheit. Bei Notfällen kommt - gerade außerhalb der eigenen vier Wände - schnell Hilfe.

Der 79-Jährige ist zu 90 Prozent schwerbehindert, genießt aber seine täglichen Fahrten mit seinem Kurzhaardackel Blacky auf dem Elektro-Rolli. Heinz Schwarz geht es um seine Sicherheit. „Dass ich in jeder Situation draufdrücken kann“, beschreibt der Nieder-Röder seine Sorgen, bei seinen Ausflügen nach Seligenstadt, Dietzenbach oder Dieburg in eine Notsituation zu geraten.

Mit „draufdrücken“ meint der Ruheständler aus der Königsberger Straße die rote Notruftaste oben an seinem GPS-Handy. Ein Knopfdruck und die Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale der Johanniter ist hergestellt, beschreibt Ulrike Moßmann von den Johannitern das Ablauf. Gleichzeitig sendet das GPS-Handy ein Ortungssignal, so dass der möglicherweise benötigte Rettungswagen den Hilfebedürftigen schnell findet, egal ob innerorts, im Schrebergarten oder in Wald und Feld. Eine Alarmierung erfolgt dann über die zuständige Rettungsleitstelle.

Auch wenn laut den Johannitern erst zehn Prozent der über 65-Jährigen zu den Handynutzern zählen, stellt das Notrufsystem für viele Menschen die optimale Sicherheit bei nach wie vor gegebener Mobilität dar. Die Johanniter informieren unter  06106 87100 über ihre mobilen Sicherheitslösungen.

FAKTEN

 Das erste Patent für einen Standortanzeiger meldete im Mai 1939 Ingenieur Karl Hans Janke in Berlin an.

 Ende der 50-er Jahre von der US-Marine in die Praxis umgesetzt, entwickelte sich das System zum heutigen GPS.

 Es erlaubt Ortsbestimmungen bis auf unter zehn Meter.

 Dazu ist die Koordination mehrerer Satelliten in mehr als 20 000 Kilometer Höhe nötig.

Quelle: op-online.de

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