Schul-TÜV war zufrieden

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An der Schule neben dem Bürgerhaus in Nieder-Roden wird kräftig geschafft.

Nieder-Roden ‐ Die Bauarbeiten haben die Schule am Bürgerhaus voll im Griff. Bis in den Mai sollen allerdings die beiden bisher geteerten Schulhöfe mit Verbundsteinpflaster sowie mit Sitzbänken verschönert sein. Von Andreas Pulwey

Das für den 28. Mai geplante Schulfest wird wegen der Belegung des Nieder-Röder Bürgerhauses auf den 18. Juni verlegt. Nach der Akademischen Feier mit geladener Politprominenz, werfen Eltern und Gäste dann Blicke auf die Neuerungen der Schule: Mit Computern vernetzte Aktiveboards ersetzen seit einigen Monaten die alten Schultafeln, und seit Winter steht eine Durchsageanlage zur Verfügung. Bei der Feier wird auch das neue Schullogo vorgestellt, an dem zurzeit Lehrkräfte und Eltern arbeiten. Es soll künftig Briefpapier, Tassen und T-Shirts zieren.

Unterdessen ist an der Schule die Prüfung durch das Institut für Qualitätsentwicklung des Hessischen Kultusministeriums abgeschlossen. Der Schul-TÜV untersuchte, inwieweit sich Stand und Verfahrensweisen der öffentlichen Einrichtung an den Qualitätsstandards des Hessischen Referenzrahmen für Schulqualität orientieren. Die Ergebnisse sollen Impulse für eine nachhaltige Schulentwicklung geben.

Gespräche und Onlinebefragungen

Zwei Tage lang wälzten zwei Inspektorinnen Konferenzprotokolle, Arbeiten der Schüler, Unterlagen des Schulelternbeirats und wohnten dem Unterricht bei. Als zusätzliches Mittel zur Informationsbeschaffung dienten Gespräche und Onlinebefragungen. Dabei bewerteten Eltern, Lehrer und natürlich die Schüler die auf dem Bildschirm nacheinander gestellten Fragen. Sind die Lehrer gerecht? Wie gut fühlst du dich über die Leistungsbeurteilung informiert und wie nachvollziehbar ist die Benotung durch deinen Lehrer? Fragen, die Schüler in einem Benotungssystem von eins bis vier beantworten konnten. In den fünf im Abschlussbericht aufgelisteten Stärken der Schule wird den Lehrkräften bescheinigt, durch „fairen und wertschätzenden Umgang und unter Einbeziehung von klaren Regeln ein lernförderndes Klima zu schaffen, das die Schüler zu großer Leistungsbereitschaft motiviert“.

Darüber hinaus attestierten die Schulinspektorinnen der Leiterin Ingrid Löw, die regelmäßigen Jahresgespräche mit den Lehrkräften sehr erfolgreich zur eigenen, professionellen Weiterentwicklung und zur Personalentwicklung der Lehrkräfte zu nutzen.

Die nächste Schulinspektion ist in fünf Jahren

Auch sahen die Prüferinnen die Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen als vorbildlich im Sinne der Schüler. Dazu gehören Hospitationen rund um die Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen wie Georg-Büchner- und Heinrich-Böll-Schule; regelmäßig finden Schnupperkurse für die Kindergartenabgänger statt, die demnächst die Schule am Bürgerhaus besuchen. Monatliche Sitzungen der Kollegien runden das Bild ab.

Zu den beiden Verbesserungsbereichen gehört neben einem schwach entwickelten Qualitätsmanagement innerhalb der Prozesssteuerung, die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen an die Schüler. Neben dem Unterrichtsstoff sollen künftig den Grundschülern mehr Methoden an die Hand gegeben werden, Antworten zu begründen oder Ergebnisse bestimmter Aufgaben frei vortragen zu können. In Sachen kompetenzorientiertes Unterrichten werden die für Februar 2011 angekündigten Bildungsstandards weitere Orientierungshilfe geben.

Die Schule am Bürgerhaus ist auf dem besten Weg zum Zertifikat „Gesunde Ernährung“. Dies stellt laut Ingrid Löw einen der vier Schritte auf dem Weg zur gesunden Schule dar. Neben den hierzu zählenden Themen Ernährung und Bewegung schreiben sich die Verantwortlichen bereits das dritte Teilzertifikat „Gewalt- und Suchtprävention“ auf die Fahnen. Die Schulordnung wird aktuell diesbezüglich überarbeitet.

Die nächste Schulinspektion ist in fünf Jahren.

Quelle: op-online.de

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