Schulen mit Profil sind gefragt

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Die Georg-Büchner-Schule (GBS) ist wieder im Aufwind.

Rodgau - Die Georg-Büchner-Schule (GBS) ist wieder im Aufwind. Etwa 185 Eltern von Viertklässlern haben ihre Kinder an der kooperativen Gesamtschule in Jügesheim angemeldet. Damit kann die GBS im nächsten Schuljahr erstmals wieder sieben 5. Klassen aufmachen. An den beiden anderen weiterführenden Schulen in Rodgau sind es jeweils fünf. Von Ekkehard Wolf

GBS-Schulleiter Winfried Döring ist mit der Entwicklung zufrieden: „Das zeigt, dass unsere Bemühungen um Profilierung Erfolg hatten.“ Als einzige Rodgauer Schule hat die GBS eine spezielle Sportklasse. Die Rolle eines Kompetenzzentrums für Musik teilt sie sich mit dem Einhardgymnasium Seligenstadt.

Gezielt geworben hat die Büchner-Schule für ihre „Brasskids“, eine Art Unterstufen-Big-Band für Realschüler und Gymnasiasten. Mit Erfolg: „Alleine für die Brasskids haben wir 50 Anmeldungen, das wird zwei Lerngruppen geben“, freut sich Döring. Auch die Sportklasse ist gefragt: „Da haben wir mehr Schüler als wir aufnehmen können.“ Mit 185 Neuzugängen liege die GBS weit über der Prognose aus dem Schulentwicklungsplan von 2006. Dennoch gebe es keinen Engpass: „Wir haben genügend Kapazität, um auch mehr Schüler aufzunehmen.“ Die vier neuen 5. Klassen des Gymnasialzweigs seien mit durchschnittlich 27 Schülern kleiner als bisher (33), auch in den drei 5. Realschulklassen sei noch Luft. Einzelne Hauptschüler kommen vorerst im Realschulzweig unter.

Kleinere Klassen erwartet auch Werner Renner in der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Hainhausen: „Das wird sich bei 25 Schülern pro Klasse einpendeln. Da kann man dem Geburtenrückgang sogar etwas Positives abgewinnen.“ In der Summe meldet Renner rückläufige Schülerzahlen: „Wir sind aber dreizügig im Gymnasium und zweizügig in der Realschule.“

Als einzige integrierte Gesamtschule in Rodgau kann sich die Heinrich-Böll-Schule (HBS) in Nieder-Roden auch leisten, Schüler abzulehnen. Die angemeldeten Kinder aus Nieder-Roden und dem Nachbarstadtteil Dudenhofen hätten Vorrang, sagt Schulleiterin Andrea Haus: „Bei den anderen schauen wir genauer hin.“ Sowohl aus dem Rodgauer Norden als auch aus Nachbarstädten wie Mühlheim habe man Schüler abgelehnt, lässt sie durchblicken. Gerade für eine integrierte Gesamtschule sei es wichtig, auf eine gesunde Mischung der Begabungen zu achten: „Es geht einfach nicht, dass wir alle Hauptschüler nehmen.“ Mit etwa 125 Neuzugängen wird die Böll-Schule fünf 5. Klassen bilden.

Quelle: op-online.de

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