Stadt investiert rund 1,3 Millionen Euro

Neubau für die Betreuung der Schule am Bürgerhaus

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Vor der Schule, nach dem Unterricht und in den Pausen schauen Kinder nach dem Baufortschritt.

Nieder-Roden - Die Schule am Bürgerhaus bekommt den ersehnten Erweiterungsbau für die Betreuung nach dem Unterricht. Weil der Kreis Offenbach als Schulträger kein Geld hat, springt die Stadt ein.

Der Neubau soll rund 1,3 Millionen Euro kosten und voraussichtlich am Jahresende fertig sein. Die rund 240 Schulkinder schauen jeden Morgen wissbegierig auf die Baustelle: Wie weit sind die Arbeiter heute? „Wir sind froh, dass es jetzt losgeht“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Linda Dörrschuck: „Es war ein langer Kampf.“ Der Neubau soll den jahrelangen Engpass an Betreuungsplätzen beheben. Künftig können bis zu 150 Kinder betreut werden. Bisher sind 80 Kinder in der Schulbetreuung, etwa 20 stehen auf der Warteliste. 30 Kinder betreuen den Hort der Kita am Bürgerhaus, der im nächsten Jahr geschlossen wird. Das Flachdach-Gebäude wird rund 400 Quadratmeter groß. Das reicht für zwei Gruppenräume, einen Speiseraum und eine Küche, die als Zukochküche ausgelegt ist.

Der Grundriss ähnelt dem Betreuungsbau der Wilhelm-Busch-Schule, der seit einigen Monaten in Betrieb ist. Architekt Egbert Jarczyk nennt zwei markante Unterschiede. Das Gebäude an der Bürgerhausschule ist auf Zuwachs ausgelegt: Das Fundament kann bis zu drei Geschosse tragen, eine spätere Aufstockung ist möglich. Der zweite Unterschied liegt in der Haustechnik: Weil der Neubau nicht an den Heizkreislauf der Schule angeschlossen werden kann, erhält er eine eigene Heizung, die mit einer Außenluft-Wärmepumpe betrieben wird.

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Vor sieben Jahren äußerte Schulleiterin Ingrid Löw erstmals den Bedarf an größeren Räumen für die Betreuung. Damals habe die Stadt noch mit dem Rechtsanspruch auf Kita-Plätze zu tun gehabt, ruft Erster Stadtrat Michael Schüßler in Erinnerung. Erst jetzt bestehe der Spielraum, um in die Schulbetreuung zu investieren. Das kommunale Investitionsprogramm habe die Finanzierung erleichtert.

Es handele sich nicht um eine Art Kinderhort, sondern um den Erweiterungsbau einer Schule, sagt Schüßler. Zuständig dafür sei der Kreis als Schulträger, betont Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Da der Kreis aber kein Geld für den Neubau habe, übernehme die Stadt freiwillig Verantwortung. Sie strebe an, „dass alle Kinder gleiche Bildungschancen bekommen. Da gehört die Nachmittagsbetreuung dazu.“

Quelle: op-online.de

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