Schwab bricht Sitzung ab

Rodgau - (bp) In der gestrigen Magistratssitzung hat es einen Eklat gegeben. Erste Stadträtin Hildegard Ripper, Stadtrat Michael Schüßler und die ehrenamtliche Stadträtin Margit Müller-Ollech berichten, der Bürgermeister habe sich Beratungen zur Rodgau-Ringstraße entzogen.

Alois Schwab habe die Magistratssitzung einfach für beendet erklärt, als es zu diesem Tagesordnungspunkt kommen sollte.

Hildegard Ripper sagte, zu der Sitzung sei der Anwalt eingeladen gewesen, der die Stadt in dem verlorenen Rechtsstreit um den Weiterbau dieser Umgehungsstraße vertreten hatte. Überdies sei geplant gewesen, das im Rathaus zuständige Fachamt anzuhören. Zuvor habe der Magistrat die Aussprache mit dem Bürgermeister gewünscht. Ripper: „Dazu kam es nicht, weil er die Sitzung einfach abgebrochen hat. Der Anwalt musste nachhause fahren. Auch das Fachamt wurde nicht gehört.“

Die Stadt hatte einen Prozess um den Weiterbau der Ringstraße verloren. Deshalb ist der Ausbau vorerst gestoppt. Die politische Verantwortung dafür wird dem Bürgermeister zugeschrieben. Es heißt, er habe mit der gegnerischen Partei schlecht verhandelt und dilettantisch geplant. Alois Schwab verwahrt sich gegen solche Vorwürfe und sagt, der Magistrat habe ihm lediglich einen „Schein-Auftrag“ zum Verhandeln erteilt. In Wirklichkeit seien ihm die Hände gebunden gewesen, weil Vollmachten fehlten. Die Magistratssitzung habe er „nach persönlichen Angriffen beleidigender Natur“ abgebrochen. Beleidigungen dienten nicht der gedeihlichen Zusammenarbeit, zu denen die Mitglieder des Magistrates verpflichtet seien. Die Kommunalaufsicht werde informiert. Hildegard Ripper widerspricht. „Es hat keinerlei verbale Angriffe gegeben.“ Schwab sei lediglich vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung „davongelaufen“.

Quelle: op-online.de

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