Schwein auf Flucht vor dem Metzger

Dudenhofen ‐ Kein Schwein hatte eine Sau auf ihrer panischen Flucht vorm Metzger. Die Verfolgungsjagd in Dudenhofen endete in Gefangenschaft auf einem Anhänger. Der Besitzer des Tieres, ein Landwirt, möchte nun am kommenden Montag einen neuen Anlauf nehmen. Von Bernhard Pelka

Dann soll das Schwein in der Metzgerei Siegler, wo es ausgebüxt war, geschlachtet werden. Zwei Stunden lang hatte die Sau den Duft der Freiheit geschnuppert.

Der Landwirt hat uns sein Schwein zur Hausschlachtung um 6 Uhr gebracht und die Tür zum Stall nicht richtig zugemacht. Schon war‘s weg“, berichtete Metzger Stefan Siegler unserer Zeitung gestern. Der Bauer habe dann zusammen mit Mitarbeitern der Stadt das Tier verfolgt, mit Schneeschiebern in die Enge getrieben und auf einen Anhänger geschafft.

Die Sau hatte am Montag die Polizei, den Landwirt und Anwohner etwa zwei Stunden in Atem gehalten. Das Schwein hatte auf dem Hof der Metzgerei den Braten gerochen, war abgehauen und erstmals um 6.37 Uhr von einer Anliegerin zunächst in der Freiherr-vom-Stein-Straße gesichtet worden. Später tauchte es im Spessartring auf. Eine Polizeistreife nahm sich der Sache an, musste aber nicht eingreifen.

Im Dezember 2007 war ein 20-Kilo-Ferkel (im Fachjargon „Läufer“) vom Hof der Metzgerei geflüchtet. Es wurde eingefangen, nicht geschlachtet und auf Bitten zahlreicher Tierfreunde dem Tierheim Rüsselsheim übergeben. Schwein gehabt.

Quelle: op-online.de

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