Senioren-Union wächst und wächst

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Zum 10. Geburtstag der Senioren-Union Rodgau gratulierten die CDU-Kandidaten Patricia Lips, Oliver Quilling und Anette Schweikart-Paul (von links) dem Vorsitzenden Dieter Panckow.

Rodgau - (eh) Mit mehr als 600 Personen feierte die Senioren-Union CDU Rodgau gestern ihr zehntes Grillfest an der Gänsbrüh. Seit der Gründung im April 1999 klettern die Mitgliederzahlen beständig aufwärts. Die größte politische Vereinigung in Rodgau hat ihre Mutterpartei längst überholt.

Von anfangs 26 Mitgliedern ist die Senioren-Union auf 850 gewachsen. Doch auch diese Zahl ist schon wieder passé, denn gestern traten neue Mitglieder ein. Vize-Vorsitzender Franz Friedrich Partisch sammelte ihre Beitrittsformulare in der Hemdtasche. Eines davon hatte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Bernhard Knaf ausgefüllt: „Ich bin ja jetzt 60 und darf bei euch Mitglied werden.“ Knaf selbst steht an der Spitze von 578 Parteifreunden.

Seit Jahren bezeichnet sich die Senioren-Union CDU Rodgau als größter Stadtverband in Hessen. Ein Geheimnis des Erfolges: Um Mitglied zu sein, muss man weder ein Parteibuch besitzen noch einen Beitrag bezahlen. Von den mehr als 850 Mitgliedern sind nur elf als Beitragszahler beim Landesverband gemeldet. Doch auch dort kursieren unterschiedliche Angaben: „Der Landesverband hat vielleicht 4 000 zahlende Mitglieder“, schätzt Franz Friedrich Partisch. Im Internet stehen jedoch „über 7 000“.

Mit melodischem Hörnerklang eröffnete die Weiß-blaue Jagdgesellschaft das Grillfest an der Gänsbrüh.

Doch Zahlen sind Schall und Rauch, wenn es um die Ziele der Arbeit geht. „Die über 60-Jährigen sind die stärkste Wählergruppe“, sagt Partisch, „und dieses Potenzial wollen wir nutzen.“ Im Jahresprogramm finden sich nur wenige politische Veranstaltungen, der Schwerpunkt liegt bei kulturellen Ausflügen. Kirchen, Klöster, Schlösser und Burgen zählen zu den Zielen. Allein in diesem Jahr sind die CDU-nahen Senioren an 30 Tagen unterwegs: 22 Tagesausflüge und zwei viertägige Fahrten an den Chiemsee. Erst neulich wandelte eine Gruppe in Wetzlar auf den Spuren Goethes: „Da lernt man noch manche Dinge, die man in der Schule nicht gelernt hat.“

Sie alle sind Ehrengäste“, begrüßte Vorsitzender Dieter Panckow gestern die Besucher. Die ersten waren schon eine Stunde vor Beginn zum Waldfestplatz gekommen, um sich Park- und Sitzplätze zu sichern. Doch auch wer später eintraf, musste nicht mit einem Stehplatz vorlieb nehmen: Panckow und seine Vorstandskollegen klappten weitere Bänke und Tische auf. Das Seniorenorchester „Rodgauer Blasmusik“ sorgte für angenehme Klänge, nachdem die Jagdhornbläser mit Egon Roth den Nachmittag waidmännisch eröffnet hatten. Ihr Schluss-Signal hieß kurz und bündig: „Zum Essen!“

Quelle: op-online.de

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