Tür zu Seniorenwohnungen offen

Jügesheim - (eh) Bezahlbarer Wohnraum für Senioren in der Ludwigstraße 58-60 ist keine Utopie mehr. Nach Jahren des Stillstandes kommt jetzt Bewegung in das Vorhaben, wie SPD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann berichtet.

Gemeinsam mit dem Sozialdezernenten Michael Schüßler (FDP) überraschte er gestern den Magistrat mit der Information, dass das Land Hessen ein Landesbaudarlehen von 1,378 Millionen Euro gewährt. Mit dieser Hilfe könnte das 3,3-Millionen-Neubauprojekt für die Stadt zu stemmen sein.

Auf dem Grundstück steht ein marodes Gebäude, das als Schandfleck an der Ortsdurchfahrt gilt. Vor sieben Jahren hatte die Stadt den letzten Mietern gekündigt; Erste Stadträtin Hildegard Ripper berichtete damals von „ersten Gesprächen mit Investoren“. Seither versucht die Stadt erfolglos, einen Geldgeber zu finden, der das Grundstück kauft, um Seniorenwohnungen zu bauen.

Bereits Mitte 2008 suchten die Stadträte Hoffmann und Schüßler eine Lösung für diese Aufgabe. Mit Erfolg: Sie legten ein Konzept vor, das 23 Wohnungen für ältere Menschen vorsieht. Einig waren sich die beiden Stadträte und die Kooperation von SPD, Bündnis 90/Grünen, FDP und Freien Wählern, dass die Mietwohnungen weniger als sieben Euro pro Quadratmeter kosten sollen. Anfang 2009 deutete sich an, dass ein Förderungsprogramm des Landes Hessen vorhandene Finanzierungslücken schließen kann. Der Magistrat fasste den Grundsatzbeschluss, einen tragfähigen Förderantrag zu stellen.

Der Bescheid des Landes liegt vor, ein Landesbaudarlehen von 1,378 Millionen Euro wird gewährt. Ein Investitionsvolumen von 1,926 Millionen wäre somit von der Stadt über Kommunaldarlehen zu finanzieren. „Selbstverständlich ist es eine schwere Entscheidung, in der heutigen Zeit, ein solches Projekt anzustoßen“, betont Jürgen Hoffmann. Die Stadt sei aber in der Pflicht, den Senioren preisgünstigen Wohnraum dauerhaft zur Verfügung zu stellen. „Wir schaffen damit langfristig nutzbares Vermögen zu günstigsten Finanzierungskonditionen“, ergänzt Stadtrat Michael Schüßler: „Ziel ist ein Erstbezug Ende 2010.“

Quelle: op-online.de

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