Unsichere Bahnübergänge

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Sicherheit an Bahnübergängen durch komplette Schranken und Radarsensoren

Sicherheit an Bahnübergängen durch komplette Schranken und Radarsensoren. Wie unsicher sind die Bahnübergänge im Rhein-Main-Gebiet? Nennen Sie uns Ihre schlechten- oder auch vorbildlichen Beispiele und gewinnen Sie tolle Preise.

Die Frage der Sicherheit ist noch nie ein Thema gewesen", sagt die Bürgermeisterin von Babenhausen im Kreis Darmstadt-Dieburg, Gabriele Coutandin (SPD). Erst vor einem Jahr war genau dieser Bahnübergang umgestaltet worden. Zuvor hatte dieser Bahnübergang noch sogenannte "Vollschranken". Hintergrund ist der Tot des 15-jährigen Mädchen aus Sickenhofen die am Hergershäuser Bahnübergang von einem Güterzug erfasst und getötet wurde.

Sicherlich ist es möglich solch schwere Unglücke zu verhindern. Dazu müssen die Bahnübergänge in Deutschland aber grundsätzlich sicherer und übersichtlicher werden. Trotz der Gefahr ersetzt die Deutsche Bahn (DB) allerdings ihre bestehenden doppelseitigen Bahnschranken durch halbseitige. Diese Schranken verführen die Passanten aber offensichtlich dazu noch schnell zwischen den Schranken zu huschen um auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen. Hierbei ist neben Unachtsamkeit auch die Unterschätzung der Geschwindigkeit eines Güter- oder auch Personenzuges ein großes Problem.

Pro Bahn e.V. ist ein Fahrgastverband, der die Interessen von Fahrgästen des Öffentlichen Verkehrs vertritt. Zurzeit (2006) hat Pro Bahn e.V. bundesweit rund 5.000 Mitglieder. Die Bundesgeschäftsstelle von Pro Bahn befindet sich in Berlin.
Quelle: Wikipedia

So wie auch am Montagmorgen (16.02.2009) in Babenhausen-Hergershausen. Die Bundespolizei Frankfurt teilte mit, dass die 15-Jährige mit ihrer älteren Schwester auf dem Weg zur Schule war. Sie wollte den Zug Richtung Aschaffenburg nehmen. Ihre Schwester querte den Übergang noch bei geöffneten Schranken. Das 15-Jährige Mädchen wollte ihr über den halbseitig geschlossenen Übergang folgen. Babenhausen-Hergeshausen bietet für Fußgänger und Radfahrer eine separate, kleine Schranke. Umso unerklärlicher ist, warum das Mädchen um die Schranke herumgelaufen ist, erklärt der Bundespolizeisprecher Sven Gellert.

Die Sicherheit ihrer Kinder stand im benachbarten Reinheim im Vordergrund. Es war der Auslöser für die Proteste von besorgten Eltern, welche die Deutsche Bahn dazu bewegte die kompletten Schranken zu belassen und einen Radarsensor zu installieren. Dieser prüft, dass zunächst alle Fahrzeuge einen Übergang gequert haben, bis sich die Schranken schließen. Ermöglicht wurde diese Aktion durch das Stadtparlament, welches die Modernisierung mit 100.000 Euro finanzierte.

Der Sprecher vom Landesverband Pro Bahn, Helmut Lind meint, dass vor allem die Gleise in Bahnhöfen dazu verleiten unachtsamt zu queren. Das liegt vorrangig am schlechten Zustand vieler Unterführungen, wofür das Rhein-Main-Gebiet viele Beispiele bietet.

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Quelle: op-online.de

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