Singstunde mit Asterix und Abba

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Als „Abba“ begeisterte die Showtanzgruppe „Step-Touch“ des TSV Dudenhofen mit ihren akrobatischen Tanzübungen, bei denen sie kreativ einige krankheitsbedingt fehlende Mitglieder ausgleichen musste.

Dudenhofen ‐ Ob als waschechter Obelix bei den singenden Galliern, aus der Zeitung zitierend oder als „King of Pop“ während der Begrüßung: Moderator Karl-Heinz Kühnle führte am Samstag im Bürgerhaus optisch wie akustisch durchaus perfekt durch die Narrisch Singstunn des Musikvereins, Männerchors und Frauenchors Dudenhofen. Von Christine Ziesecke

Was da an Fastnachtsprogramm auf der einen und Livemusik vom Musikverein auf der zweiten Bühne geboten wurde, ließe manche Sangesfreunde anderer Vereine sicher vor Neid erstarren: Solch eine „Singstunn“ wünschten sie sich wohl auch.

Im Mittelpunkt standen traditionell die Laternche-Sänger. Sie präsentierten unter Leitung von Kapellmeister Winfried Siegler eine Art Generalprobe in der Heimat, bevor sie zu ihren ausgebuchten Auftritten nach in Frankfurt starten. Begeistert wurden sie in Dudenhofen gefeiert, zumal die pointierte musikalische Lokalsatire hier auch auf offene Ohren trifft.

Auch die Büttenreden des Musikvereins sind hochkarätig. Was etwa die Protokoller Harald Deichmann und Rudolf Vogl als Troubadix und Asterix von der Bühne versprühten, war oft Realsatire pur. Manche Rodgauer Marotten brauchten sie nur zu beschreiben, um allergrößte Heiterkeit auszulösen. Bei den Gastrednern wie Thomas Hartmann aus Heusenstamm als „Professor der Bebbelogie“ brachen die Gäste ebenfalls in Gegröle aus: Was recht zäh anfing, wurde spätestens ab seiner ellenlangen hessischen Rede ausschließlich in Wörtern, die mit „G“ beginnen, zum sprachlichen Hochgenuss. Viel Beifall gab‘s auch für lokale Animositäten. Leiser Spott galt etwa den Offenbacher Kickers: Sie sollten den Friedensnobelpreis bekommen, weil sie keinen mehr schlagen können… Auch Charly Engert mit seinem Vortrag „De Bodo“ oder Ralf Knöpp mit „en oigebildete Kranke“ erheiterten grenzenlos.

Natürlich gab‘s auch was fürs Auge: Nicht nur der Cancan der Gruppe „Chapeau Claque“ des TSV Dudenhofen, sondern auch der Schattentanz der Turngruppe des TSV oder der Showtanz „Abba“ der TSV-Formation „Step-Touch“ waren echte Hingucker. Zum Hingucken und Hinhören bot sich vor allem die Fastnachtsgruppe des Frauenchores an, die als „Grisetten un aale Setten“ tanzten, sangen und sich wunderbar präsentierten.

Ein attraktiver Schlusspunkt allemal war das leichtfüßige Männerballett des Männerchors mit „Afrika“ und mit Werner und Winfried Seib, Helmut Lang, Karl-Heinz Dauth, Dieter Walter, Rüdiger Oehl, Freddy Olraun, Carsten Rückert und Rudolf Schneider - da hatten die Trainerinnen ganze Arbeit geleistet!

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Musikvereins.

Weithin sichtbar kündeten riesige Fahnen im Saal von dem, was Dudenhofen und Umgebung in den nächsten Monaten erwartet. Ein großes Fest zum 100. Geburtstag des Musikvereins Dudenhofen wird über Pfingsten vom 21. bis 24. Mai mit vielen Gästen von den Rodgau Monotones bis zu Michael Klostermann oder der Bockband gefeiert. Zudem stehen weitere Konzerten im September und November auf dem Programm.

Quelle: op-online.de

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