Solarstrom als Geldanlage ab 500 Euro

Nieder-Roden (eh) ‐ Die so genannte „Bürgersolaranlage“ auf dem Dach der Sporthalle Wiesbadener Straße soll ihrem Namen gerecht werden. Geldanleger können sich bereits mit 500 oder 1.000 Euro daran beteiligen. Ursprünglich wollte die Firma Solar-Art die acht Anlagenteile zum Preis von je rund 18.000 Euro an Investoren verkaufen.

Der Magistrat habe den Wunsch umgesetzt, auch eine Beteiligung mit kleineren Beträgen zu ermöglichen, sagte Stadtrat Michael Schüßler (FDP) gestern vor der Presse. Nun gelte es erste Erfahrungen zu sammeln. Später könne man weitere Anlagen auf den beiden neuen Feuerwehrhäusern errichten.

Das Sonnenstrom-Kraftwerk an der Wiesbadener Straße ist laut Solar-Art-Geschäftsführer Armin Hambrecht kurz vor dem Jahreswechsel ans Netz gegangen. Damit erzielt die Anlage auf 20 Jahre hinaus eine höhere Einspeisevergütung.

Die 236 Module können theoretisch bis zu 44,84 Kilowatt (kWp) elektrische Energie liefern. Im Alltagsbetrieb ist die Leistung niedriger. Die Firma Solar-Art rechnet mit einem Ertrag von 43 000 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht dem Stromverbrauch von 35 Personen.

Für Geldanleger gibt es drei Möglichkeiten: Sie erwerben Anteile an einer Solargenossenschaft, geben dem Betreiber ein Darlehen oder erwerben selbst einen Anlagenteil.

Das baden-württembergische Unternehmen Solar-Art ist nicht zum ersten Mal im Rhein-Main-Gebiet tätig. In Offenbach wurden Dächer von Kindergärten, Schulen und Sporthallen mit Photovoltaikanlagen bestückt. Die installierte Leistung beträgt rund 800 kWp.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Betreiber zu finden.

Gegenüber Offenbach habe Rodgau Nachholbedarf, „aber wir haben auch noch Dächer in Reserve“, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Es sei ihm wichtig, die Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“ mit Leben zu erfüllen. Die Stadt Rodgau hat sich neben 111 weiteren hessischen Kommunen dazu verpflichtet, den Ausstoß an Kohlendioxid zu verringern.

Quelle: op-online.de

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