Straßenfest von Hainhausen bis Nieder-Roden gut besucht

Sommersonntag lässt Gäste strahlen

+
Geselligkeit in Dudenhofen: Auf dem Sandstrand konnte man sich’s gut gehen lassen.

Rodgau - Ein Stadtfest von Nord bis Süd: Der Rodgauer Sommersonntag lockte viele Menschen auf die Gass’ Jeder Stadtteil hatte seine eigene Note: kulinarische Vielfalt in Jügesheim, Strandbar in Dudenhofen, Familienfest in Nieder-Roden und ein kleines Straßenfest in Hainhausen. Von Ekkehard Wolf

Zu heiß? Zu früh? Zu viel Konkurrenz? Oder einfach der falsche Tag? Die Standbetreiber hatten am Samstag viel Zeit zum Sinnieren, denn in Jügesheim und Nieder-Roden zog der Tag vor dem Sommersonntag nur wenig Publikum an. Die Wirtshausmusiker der Feuerwehrkapelle spielten an der Nikolauskirche anfangs vor einem leeren Platz. Die junge Schlagersängerin Lara Schröder konnte um 14 Uhr auf dem Puiseauxplatz immerhin auf zwei besetzte Tische blicken. „Wer berühmt werden will, muss auch vor 20 Leuten singen“, meinte Moderator Juan Martin Gamo: „Da muss sie durch.“ Bei der Beachparty auf dem Ludwig-Erhard-Platz war von Flaute nichts zu spüren. Schon zur Eröffnung waren rund 60 Besucher da, zwei Stunden später wurden die Sitzplätze knapp und am Abend tanzten die begeisterten Gäste vor der Bühne. Nach der Musik war noch lange nicht Schluss. Die letzten Gäste sollen gegen 1 Uhr heimgegangen sein. Eine solche Resonanz hatten sich die Veranstalter in den anderen Stadtteilen auch erhofft.

Schwein gehabt: Dieter Wiechmann grillte am Puiseauxplatz 60 Kilo Fleisch am Stück.

Das Strand-Ambiente verfehlte seine Wirkung nicht. Der Gewerbeverein Dudenhofen hatte allerdings auch viel Arbeit hineingesteckt. Die Helfer hatten 16 Tonnen Sand zu einem Strand modelliert, ein Planschbecken gebaut sowie Holzwände und Möbel aus Holzpaletten aufgestellt. Tobias Schott vom Eventwerk Rodgau, frisch aus Mallorca eingeflogen, lobte die zupackende Tatkraft der Gewerbetreibenden. Mit ihnen mache es richtig Spaß, so ein Fest aufzubauen: „Wenn ein paar Handwerker ihre Keller und Garagen ausräumen, kommt schon eine ganze Menge zusammen. Und egal was fehlt, einer hat es immer dabei.“ Einer, der sonst immer dabei ist, ließ sich am Samstag allerdings entschuldigen: Berthold Schüßler, der Vorsitzende des Gewerbevereins. Der Grund war eine Familienfeier: die Hochzeit seines Sohnes. Am Sonntag aber war er wieder mittendrin, unter anderem auf der Kochshow-Bühne in Jügesheim.

Was die Dudenhöfer den anderen Stadtteilen an Ambiente voraushatten, machten die Jügesheimer mit kulinarischer Vielfalt wett. Das Streetfood-Festival auf der Hintergasse bot Speisen aus einem Dutzend Länder, unter anderem Falafel, Pulled-Pork-Burger, bengalische Spezialitäten in großer Auswahl und US-amerikanische Eiscreme.

Luftsprünge in Jügesheim: Akrobatik der OFC-Cheerleader.

Günter und Heike Grimm brauchten nur das Tor ihres Bauernhofs zu öffnen, um ebenfalls mitzumachen. Ihre Gäste konnten sich unter anderem Spanferkel mit Krautsalat schmecken lassen. Den Dienst am Getränkestand übernahmen Mitglieder des Partnerschaftsvereins Donja Stubica. Mit dabei: ein junges deutsch-kroatisches Paar, das sich über den Sportler-Austausch beim 24-Stunden-Lauf kennengelernt hatte. Gabriela Bubanko und Timo Schreiber nahmen am Sonntagmittag an einem Prominentenkochen auf der Bühne an der Hintergasse teil. Auf dem Trial-Parcours des ADFC am Rathaus führten Fahrrad-Akrobaten ihre Kunststücke vor. Spektakuläre Auftritte hatten auch die Cheerleader der Offenbacher Kickers.

Rodgauer Sommersonntag 2017: Bilder

Einen kulinarischen Akzent setzte Dieter Wiechmann aus Nieder-Roden mit seinem Hessen-Imbiss a, Puiseauxplatz. Da gab es unter anderem Grüne-Soße-Wurst und Handkäse-Bratwurst, dazu Gude-Bier aus dem Odenwald oder alkoholfreie Hopfenlimonade. Eine Spezialität am Samstag war Schwein vom Grill: ein 60-Kilo-Jungschwein, entbeint, gefüllt und 24 Stunden lang gegart. Peter Christ aus Münster ist mit seinem selbst konstruierten Großgrill seit 15 Jahren auf vielen Festen unterwegs. Wenn er sich im Herbst zur Ruhe setzt, übernimmt Wiechmann sein Grillmobil.

Mit einem kleinen Straßen- und Hoffest wurde der Sommersonntag in Hainhausen gefeiert. Dazu gab es eine Präsentation der örtlichen Fachgeschäfte für Schlafkomfort sowie Fernsehen und guten Klang.

Wer am Sommersonntag alles erleben wollte, war ein Weilchen unterwegs. Sechs kostenlose Shuttlebusse brachten die Besucher ohne lange Wartezeiten von einem Ort zum anderen. „Lasst uns gemeinsam so richtig toll feiern“, hatte Bürgermeister Jürgen Hoffmann die Besucher zur Eröffnung am Samstag aufgerufen. Sein Motto: „Wir sind Rodgau.“ (eh)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare