Müllproblem: Sozialverbände suchen Lösung

Rodgau - Behinderte, Windelträger, Patienten mit künstlichem Darmausgang, inkontinente Menschen und nicht zuletzt Eltern, die Windeln ihrer Kinder entsorgen müssen, haben in Rodgau seit Neuordnung der Müllabfuhr ein Problem. Von Bernhard Pelka

Die Windeln müssen in der herkömmlichen Restmülltonne entsorgt werden. Und die wird lediglich zehnmal im Jahr geleert, sofern man keine Sonderwünsche bucht und extra bezahlt.

Das heißt für die Betroffenen, dass sie mit erheblichen Zusatzkosten für zusätzliche Tonnenleerungen belastet werden, um mindestens alle zwei Wochen der Restmülltonne eine Abfuhr zu erteilen. Eine Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren, besteht leider nicht.

Deshalb hat sich jetzt eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der Stadt und aus meist gemeinnützigen Vereinen gebildet, um sich dieses Entsorgungsproblems anzunehmen. Hierzu zählen: VdK Rodgau, Bürgerhilfe Rodgau, AWO Rodgau, Johanniter-Unfall-Hilfe, Sozialstation Rodgau. Ziel der Gruppe ist es, nach dem Auslaufen des aktuellen Müllvertrags 2013 bei den dann anstehenden Verhandlungen um einen neuen Vertrag eine Regelung zu Gunsten der Betroffenen herbeizuführen. Parallel wird bis dahin versucht, eine für alle annehmbare Zwischenlösung zu finden.

Konkrete Zahlen sollen dieses Problem in seiner ganzen Tragweite darstellen. Daher können Betroffene beim Seniorentag am Sonntag, 28. August, von 11 bis 17 Uhr, am Stand des VdK Rodgau und der Bürgerhilfe Rodgau ein vorbereitetes Formular einsehen. Dieses kann sowohl vor Ort, als auch im Nachhinein ausgefüllt und bei den auf dem Formular angegebenen Adressen des VdK und der Bürgerhilfe Rodgau eingeworfen oder per Post zugesandt werden.

Die persönlichen Daten werden selbstverständlich gemäß den Vorgaben des Datenschutzgesetzes behandelt. Auch die anonyme Teilnahme wird akzeptiert.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare