Familienzentrum Alter Weg

Startsignal zum Bau

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Lachende Gesichter trotz des Regens (von links): die Architekten Doreen Ebert und Alejandro Tomás, Kita-Leiterin Gabriele Adams (Alter Weg), die Koordinatorin des Familienzentrums, Michaela Hanekamp, Erster Stadtrat Michael Schüßler und Kita-Leiterin Ursula Jakoby (Robert-Koch-Straße) beim ersten Spatenstich. Noch in diesem Jahr soll der Neubau fertig sein.

Rodgau - Betreuungsplätze für Kleinkinder und Räume für Beratung und Elternkurse bietet das geplante Familienzentrum am Alten Weg. Der Bau kann beginnen: Gestern Nachmittag zelebrierte die Stadt den ersten Spatenstich. Eigentlich sollte das Haus längst fertig sein.

Der Neubau entsteht an einem Stichweg schräg gegenüber der Kindertagesstätte Alter Weg. Das Grundstück am Feldrand diente früher als Materiallager des städtischen Bauhofs. Ältere Jügesheimer kennen das Gelände noch als „Manlikhof“. Vor vier Jahren beschloss das Stadtparlament, einen Bebauungsplan für ein Familienzentrum aufzustellen. Damals hoffte man noch auf einen Einzug im Jahr 2011. Kurz nach dem Stadtverordnetenbeschluss meldeten sich vier Anwohner: Sie befürchteten mehr Autoverkehr und Lärm.

Nicht nur der Bebauungsplan kostete mehr Zeit als gedacht. Auch bei der Auswahl der Architekten betrieb die Stadt einen hohen Aufwand. Das Berliner Architekturbüro „tm.es architekten“ gewann im Februar 2012 den Architektenwettbewerb; im Juni erhielt das Büro den Auftrag, bereits im September wurde der Bauantrag eingereicht. Der Neubau rückt die Kinder in den Vordergrund. Gruppenräume und Garten sind nach Westen ausgerichtet, dahinter steht ein zweigeschossiges „Haus der Eltern“, das dem Kinderhaus optisch den Rücken stärkt.

Der Magistrat rechnet mit Baukosten von 2,3 Millionen Euro. Die erste Schätzung im Jahr 2009 war noch von 1,9 Millionen ausgegangen. Erster Stadtrat Michael Schüßler begründet die Mehrkosten mit den allgemein gestiegenen Baupreisen (allein 2012 sei der Baupreisindex um fünf Prozent gestiegen), mit dem hohen Aufwand für Energieeffizienz nach dem Standard „KfW 40“ und mit der notwendigen Verrohrung eines Entwässerungsgrabens.

Wegen des Familienzentrums legt der Magistrat einen Nachtragshaushalt für 2013 vor. Trotz der 400.000 Euro Mehrkosten wird das Projekt für die Stadt Rodgau nicht teurer, denn sie erhält einen Zuschuss von 450.000 Euro, der bisher nicht eingeplant war.

eh

Quelle: op-online.de

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