Spiel und Spaß rund um die Uhr

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Mut zum Risiko bewiesen diese Jungen beim gleichnamigen Brettspiel.

Dudenhofen (fma) ‐ Einen ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch spielen - diesen Wunsch hegt wohl so ziemlich jedes Kind auf der Welt. Einmal im Jahr erfüllt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Rodgau diesen Wunsch.

In der Freiherr-vom-Stein-Schule veranstaltete die Hilfsorganisation bereits zum 26. Mal ihren 24-Stunden-Spielemarathon. Und der begann gleich mit einer positiven Nachricht: Die Deutsche Bank überraschte die Anwesenden mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro. „Mit dem Geld wollen wir unsere Vereinsräume im Sozialzentrum renovieren“, freute sich Tobias Kilian von der DLRG.

In der Cafeteria der Grundschule konnten die Spieler unter etwa 50 klassischen und modernen Gesellschafts-, Brett- und Kartenspielen aus der Sammlung der DLRG wählen. Ein Bowlingturnier auf der Wii-Konsole, bei dem es sogar Medaillen zu gewinnen gab, rundete das Unterhaltungsangebot ab.

„Wir haben bisher fünf oder sechs Spiele gespielt“, erzählte der 14-jährige Florian gegen 17 Uhr. Zusammen mit Steven (9), Sadik (7), Jeleel (10) und Janek (14) lieferte er sich einen packenden Schlagabtausch auf dem „Ri  si ko“- Brett. Da kannten sich die Jungs gerade einmal fünf Stunden. Anzeichen von Müdigkeit zeigten sie nicht. „Wir wollen auf jeden Fall die Nacht durchmachen“, freute sich Jeleel. Damit die Teilnehmer des Spielemarathons nicht verhungern, hatte die DLRG Nudeln mit Tomaten- und Bolognesesoße und Pizza-Baguettes vorbereitet.

Nicht nur Kinder spielen gerne

Nicht nur Kinder und Jugendliche nahmen das Angebot der DLRG in Anspruch. Auch viele Erwachsene nutzten die Zeit, um beim Gesellschaftsspiel für ein paar Stunden den Kopf frei zu bekommen. Der 44-jährige Hannz Ostermann etwa testete das Wissen der beiden jungen DLRG-Schwimmer Karsten Reckemeier und Marcel Rank: Das Trio spielte „Trivial Pursuit“.

Spiel und Spaß hin oder her, aber nach 24 Stunden sind die meisten Menschen wohl einfach nur müde. „Heute morgen um fünf hatte ich einen kleinen Tiefpunkt, ansonsten habe ich nicht das Gefühl, ins Bett zu müssen“, berichtete am Sonntagmittag Tobias Kilian, der wie neun Jugendliche die Nacht zum Tag machte. Hinter dem Helfer lag ein anstrengendes Pensum: „Wir haben am Samstag um sieben Uhr morgens mit dem Aufbau begonnen, seitdem bin ich wach.“

Eigentlich hatte die DLRG ihre 19 Helfer in Dreier- bis Fünfergruppen in Zwei-Stunden-Schichten eingeteilt, aber Kilian machte lieber durch. Zeit zum Schlafen fand erst nach dem Abbau am Sonntag gegen 17 Uhr.

Quelle: op-online.de

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