Spielplätze aufwerten

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Der kleine Spielplatz an der Rodau ist ausbaufähig - da ist sich der Ortsbeirat Hainhausen einig. Die Stadtverwaltung plant einen naturnahen Erlebnisraum am Bach.

Hainhausen (eh) - Hat Hainhausen zu viele Spielplätze? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ortsbeirat am Dienstag. Eine kleine Fahrradtour zu den neun Plätzen lieferte viel Stoff für die weitere Planung im Rathaus.

Fast 7 000 Quadratmeter stehen im Stadtteil als Spielflächen für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Die Bandbreite reicht vom umzäunten Mini-Spielplatz an der Rodau (185 m²) bis zur parkähnlichen Anlage am Habichtsweg (2 474 m²).

Eine der neun Flächen ist noch nicht ausgebaut. Die brach liegende Wiese zwischen Tucholskyweg und der Lärmschutzwand der Südtrasse wird teilweise von Anwohnern als wilder Parkplatz genutzt. Die Stadt hält die Wiese in Reserve für den Fall, dass sie den provisorischen Spielplatz an der Württemberger Straße eines Tages aufgeben muss. Das Grundstück an der Württemberger Straße gehört Privatleuten, die dort jederzeit zu bauen anfangen können.

Kommt die Wiese am Tucholskyweg überhaupt als Ersatz in Frage? Im Ortsbeirat herrschte Unbehagen. Thomas Wagner (Bündnis 90/Grüne) brachte es auf den Punkt: „Bei dem Verkehrslärm ist der Erholungsfaktor gleich null.“

„Spielplatz mit über 2000 m² ist purer Luxus“

Nicht nur Zustimmung fand die Absicht des Magistrats, den Kleinkinderspielplatz Häuser am Falkenweg (341 m²) aufzugeben. „Es wäre schade darum“, meinte Ortsvorsteherin Heike Hoffmann (SPD). Thomas Wagner schlug vor, stattdessen das weitläufige Gelände am Habichtsweg zu verkleinern: „Ein Spielplatz mit über 2000 m² ist purer Luxus.“ Auch für die CDU ist das eine Überlegung wert, wie Heiko Lautenschläger deutlich machte. Zuvor sei aber zu klären, wie groß die einzelnen Flurstücke seien.

Einig ist sich der Ortsbeirat beim Spielplatz an der Rodau: Der winzige, umzäunte Platz nutze die Chancen dieses Standorts nicht aus. Besser sei eine naturnahe Anlage mit Zugang zum Bach - ein Wasserspielplatz, wie er vor Jahren im Gespräch war.

Quelle: op-online.de

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