Spielplatz auf eigene Initiative

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Die Minirutsche bekommt eine größere Konkurrenz: Die Spielwiese wird zum Spielplatz.

Jügesheim - (eh) Die Wiese hinter dem Haus der Begegnung (HdB) wird zum Spielplatz für die Kindergruppen, die sich im HdB treffen. Seit gestern bauen Mitarbeiter eines Kindergartenausstatters einen Kletterturm mit Rutsche und eine Nestschaukel auf.

Sie haben zwei Tage zu tun, bis nichts mehr wackelt und die Spielgeräte 60 Zentimeter tief festbetoniert sind. Nächsten Dienstag wird der Sand angeliefert, der den Kletterturm umgeben soll. Dann heißt es, mit vereinten Kräften zu schippen.

Rund 10 000 Euro kosten die beiden Spielplatzgeräte. Das Geld stammt aus Spenden und eigenen Aktionen. Der nächste Gemeindekaffee ist schon geplant: Er findet am Sonntag, 17. Mai, statt.

Die Spielwiese hinter dem Haus der Begegnung in Jügesheim wird zum Spielplatz.

Die Idee „Wir bauen einen Spielplatz“ ist genau ein Jahr alt. In einer Mitarbeiterkonferenz im Mai 2008 kam sie erstmals zur Sprache, wie sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Yvonne Hartelt erinnert. An der Planung und am Spendensammeln beteiligen sich Kolpingfamilie, Katholische Junge Gemeinde (KJG), Messdiener, Mutter-Kind-Gruppen und der Verein Gemeinsam mit Behinderten. Sie bildeten einen gemeinsamen Ausschuss, holten Angebote ein und überlegten sich Wege der Finanzierung. „Da haben sich viele Leute ganz viele Gedanken gemacht“, betont Ronny Voland von den Mutter-Kind-Gruppen. Auch Yvonne Hartelt ist voll des Lobes: „Das Engagement ist phantastisch, es könnte nicht besser sein.“

Für neue Mutter-Kind-Gruppen sind gerade zwei Vormittage frei, montags und dienstags. Eltern, die eine neue Gruppe gründen möchten, können sich unter 6395678 bei Wiebke Voland melden.

Der Spielplatz ist nicht nur für die Mutter-Kind-Gruppen gedacht. Auch behinderte Kinder und Messdiener sollen etwas davon haben. So können sich die Ministranten etwa am Fußballtor oder am Basketballkorb austoben. Auf der Wiese bleibt noch genug Platz für ein Festzelt von „Gemeinsam mit Behinderten“.

Der erste Gemeindekaffee fand am vierten Advent statt. Seither werden die Mitglieder der Pfarrgemeinde etwa einmal im Monat von wechselnden Gruppen bewirtet.

Nach den ersten drei Frühstücksaktionen waren rund 2 000 Euro in der Kasse. Weitere 1 300 Euro kamen beim Verkauf von Streuselkuchen am Jügesheimer Frühlingsmarkt zusammen; den Kuchen hatten die Rodgauer Bäcker gespendet. Die Sparkasse stockte den Kuchen-Erlös auf 2 000 Euro auf. Ronny Voland: „So kommt halt ein Euro zum anderen. Dann sehen andere, es bewegt sich was.“

Quelle: op-online.de

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