Von Spielstraßen und Windrädern

Rodgau (eh) - Eine breite Themenpalette liegt heute auf dem Tisch der Stadtverordnetenversammlung. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause stehen rund 20 Entscheidungen an.

Für Wirbel sorgte in den letzten Wochen die Absicht der Mehrheitskoooperation, die Aufgaben der Rentenstelle im Rathaus auf das gesetzliche Mindestmaß zu beschränken. Fachlichen Rat sollen die Bürger künftig direkt bei der Rentenversicherung erfragen. Rechnerische Einsparung an Personalkosten: rund 60.000 Euro im Jahr.

Mehreinnahmen für die finanziell klamme Stadt soll eine Erhöhung der Spielapparatesteuer bringen. Dies ist ebenfalls ein Antrag der Kooperation. Mit den vorgeschlagenen Steuersätzen läge Rodgau an der Spitze im Kreis Offenbach.

Die Zukunft der Windenergie beschäftigt die Stadtverordneten heute erneut. Diesmal geht es darum, welche Stellungnahme die Stadt Rodgau zur beabsichtigten Änderung des Landesentwicklungsplans abgibt. Von diesem Plan hängt es ab, ob Windkraft-Investoren in Rodgau und im Kreis Offenbach überhaupt eine Chance bekommen.

Spielplätze wieder ein Thema im Parlament

Auch Spielplätze sind wieder mal ein Thema im Parlament. Der Plan eines Mehrgenerationen-Spielplatzes an der Frankfurter Straße in Nieder-Roden liegt auf dem Tisch. Die CDU geht in einem Antrag weit darüber hinaus: Sie will Rodgau zur „bespielbaren Stadt“ machen, die am Wegesrand viele Spielanregungen aufweist. Ein weiterer CDU-Antrag betrifft den städtischen Kulturpreis: Er soll künftig auch als „Kulturpreis für das Lebenswerk“ vergeben werden können.

Die heiß diskutierte Änderung des Bebauungsplans Forschheimer See in Nieder-Roden soll heute zum Abschluss kommen. Erst am Anfang steht ein Bebauungsplan in Weiskirchen nördlich der Karl-Sattler-Straße: Er soll die Grundlage dafür schaffen, dass die Sportvereinigung ihren bisherigen Fußballrasen als Bauland verkaufen kann. Ein Investor will dort Altenwohnungen und ein Altenheim errichten.

Ein Zukunftsrat soll über die Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte nachdenken. Die Mitglieder des Gremiums werden heute gewählt.

Quelle: op-online.de

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