Offizielle Schlüsselübergabe im Rathaus für das Baugrundstück

Sportfreunde können Halle bauen

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Kulturdezernent Winno Sahm, Michael Lindner (Schriftführer Sportfreunde), Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Erster Stadtrat Michael Schüßler, Bernd Fritscher (2. Vorsitzender Sportfreunde), Rudi Ott (1. Vorsitzender Sportfreunde) und Architekt Stephan Mathes (von links) bei der Schlüsselübergabe für das Baugrundstück.

Der Weg für den Neubau einer Multifunktionshalle der Sportfreunde Rodgau ist frei.

Jügesheim – Der Weg für den Neubau einer Multifunktionshalle der Sportfreunde Rodgau ist frei. Die Stadt und die Sportfreunde haben mit drei Monaten Verspätung den Erbpachtvertrag über das Baugrundstück Weiskircher Straße 140 unterzeichnet.

Der Vertrag sichert dem Verein das städtische Gelände neben der Feuerwehr Rodgau-Mitte für 99 Jahre. Pro Jahr zahlen die Sportfreunde 2348,48 Euro Erbbauzins an die Stadt. Laut Vertrag muss die Halle binnen 36 Monaten stehen. Spatenstich soll noch im Frühjahr sein.

Was mit dem aktuellen Areal der Sportfreunde an der Elbinger Straße geschieht, ist noch offen. Das Grundstück gehört ebenfalls der Stadt und wurde in Erbpacht überlassen. Das Gelände fällt in jedem Fall an die Stadt zurück und könnte als Wohnbaufläche dienen.

Der Verein hatte vergangenen Dezember den Spatenstich abgesagt. Auch ein Notartermin, bei dem der Erbpachtvertrag hatte unterschrieben werden sollen, platzte. Gestern nun überreichte Bürgermeister Jürgen Hoffmann an den 1. Vorsitzenden Rudi Ott im Magistratssaal den Schlüssel fürs Tor an der Weiskircher Straße 140. Auch private Bürgschaften aus dem Kreis der Mitglieder dienen zwei Banken als Sicherheit zur Finanzierung des Zwei-Millionen-Projekts. Überdies konnte ein Hauptsponsor gefunden werden, der am 9. April, 15.30 Uhr, auf dem Baugelände präsentiert wird. Auch das leidige Altlastenthema ist vom Tisch. Die vom Regierungspräsidium Darmstadt (RP) geforderte Einzelfallrecherche zu vermuteten Grundstücksbelastungen ist negativ ausgefallen.

„Aus einer schwierigen Phase heraus“ hätten alle Beteiligten „in gegenseitigem Respekt und Einvernehmen“ einen gemeinsamen Weg gefunden, lobte Hoffmann die positive Entwicklung. Keiner der Partner habe ein Interesse an einem Scheitern des ambitionierten Vorhabens gehabt. Was das bedeutete, erläuterte Sport- und Kulturdezernent Winno Sahm. Stadt und Land fördern den Neubau mit hohen Zuschüssen. Die sind allerdings an Fristen gebunden. Stichtag war Baubeginn 31. Dezember 2018, sonst verfallen etwa die 200000 Euro von der Stadt. Sahm sagte, die städtische Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt habe bei der Fördermittelvergabe aber ihren Ermessensspielraum genutzt. Keiner der Beteiligten habe die zeitliche Verzögerung durch die Altlastensondierung zu verantworten gehabt. Aus dieser „Sondersituation“ heraus sei in diesem Einzelfall so entschieden worden. Damit sei kein Präzedenzfall geschaffen.

(bp)

Quelle: op-online.de

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